Der Mistkäfer

Das Leibroß des Kaisers bekam goldene Hufbeschläge, ein goldenes Hufeisen an jedes Bein. Aber weshalb das? Es war ein wunderschönes Tier, hatte feine Beine, kluge und helle Augen und eine Mähne, die ihm wie ein Schleier über den Hals herabhing. Es hatte seinen Herrn durch Pulverdampf und Kugelregen getragen, hatte die Kugeln singen und pfeifen hören, hatte gebissen, ausgeschlagen und mitgekämpft, als die Feinde eindrangen, war mit seinem Kaiser in einem Sprung über das gestürzte Pferd des Feindes gesetzt, hatte die Krone aus roten Gold, das Leben seines Kaisers gerettet, und das war mehr wert als das rote Gold, deshalb bekam des Kaisers Roß goldene Hufeisen. Und ein Mistkäfer kam hervorgekrochen. Erst die Großen, dann die Kleinen, sagte er, aber die Größe allein macht es nicht. Und dabei streckte er seine dünnen Beine aus. Was willst du denn? fragte der Schmied. .. .. Goldene Beschläge, jawohl! sagte der Mistkäfer. Bin ich denn nicht ebenso gut wie das große Tier da, das gewartet und gebürstet wird und dem man Essen und Trinken vorsetzt! Gehöre ich nicht auch in den kaiserlichen Stall? Weshalb aber bekommt das Roß goldene Beschläge? sagte der Schmied, begreifs
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