Der Schneemann

Der Schneemann

Eine so wunderbare Kälte ist es, dass mir der ganze Körper knackt! sagte der Schneemann. Der Wind kann einem wirklich Leben einbeissen. Und wie die Glühende dort glotzt! Er meinte die Sonne, die gerade im Untergehen begriffen war. Mich soll sie nicht zum Blinzeln bringen, ich werden schon die Stückchen festhalten. Er hatte nämlich statt der Augen zwei grosse, dreieckige Stückchen von einem Dachziegel im Kopf; sein Mund bestand aus einem alten Rechen, folglich hatte sein Mund auch Zähne. Geboren war er unter dem Jubelruf der Knaben, begrüsst vom Schellengeläut und Peitschenknall der Schlitten. Die Sonne ging unter, der Vollmond ging auf, rund, gross, klar und schön in der blauen Luft. Da ist sie wieder von einer anderen Seite! sagte der Schneemann. Damit wollte er sagen: die Sonne zeigt sich wieder. Ich habe ihr doch das Glotzen abgewöhnt! Mag sie jetzt dort hängen und leuchten, damit ich mich selber sehen kann. Wüsste ich nur, wie man es macht, um von der Stelle zu kommen! Ich möchte mich gar zu gern bewegen! Wenn ich es könnte, würde ich jetzt dort unten auf dem Eis hingleiten, wie ich die Knaben gleiten gesehen habe; allein ich verstehe mich nicht darauf, weiss ni
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