DEUTSCH

Der Gärtner und die Herrschaft

ITALIANO

Il giardiniere e i padroni


Eine Meile von der Hauptstadt entfernt stand ein altes Schloß mit dicken Mauern, Türmen und gezackten Giebeln.

Hier wohnte, jedoch nur in der Sommerzeit, eine reiche, hochadelige Herrschaft; das Schloß war das beste und schönste von allen Schlössern, die sie besaß. Es stand wie neugegossen von außen da, und drinnen herrschten Traulichkeit und Bequemlichkeit. Das Wappen der Familie war in Stein über dem Tor eingehauen, wunderschöne Rosen schlangen sich um Wappen und Erker, ein ganzer Grasteppich breitete sich vor dem Schlosse aus, und da waren Rotdorn und Weißdorn, da waren seltene Blumen selbst außerhalb des Treibhauses.

Die Herrschaft hatte auch einen tüchtigen Gärtner; es war eine Lust, den Blumengarten, den Obst- und Küchengarten zu sehen. An diesen grenzte noch ein Rest von dem ursprünglichen alten Garten des Schlosses mit Buchsbaumhecken, die so beschnitten waren, daß sie Kronen und Pyramiden bildeten. Hinter diesen standen zwei mächtige alte Bäume; sie waren fast immer blätterlos, und man hätte leicht glauben können, daß ein Sturmwind oder eine Windhose sie mit großen Klumpen Dünger bestreut hätte, aber jeder Klumpen war ein Vogelnest.

Hier baute seit undenkbaren Zeiten eine Schar schreiender Dohlen und Krähen ihre Nester: es war eine ganze Vogelstadt, und die Vögel waren die Herrschaft, die Besitzer, die älteste Familie des Gutes, die eigentliche Herrschaft des Schlosses. Keiner von den Menschen da untern ging sie etwas an, aber sie duldeten diese niedrig gehenden Geschöpfe, obwohl diese zuweilen mit der Flinte knallten, so daß es den Vögeln im Rückgrat kribbelte und jeder Vogel vor Schreck aufflog und schrie: "Rack! Rack!"

Der Gärtner sprach oft mit seiner Herrschaft davon, daß man die alten Bäume fällen sollte, sie sähen nicht gut aus, und wenn sie wegkämen, würde man wahrscheinlich von den schreienden Vögeln befreit werden, die anderswohin fliegen würden. Aber die Herrschaft wollte weder die Bäume noch die Vogelschar entbehren, das war etwas, was das Schloß nicht verlieren durfte, es war etwas aus der alten Zeit, und die sollte man nicht ganz auslöschen.

"Diese Bäume sind nun des Erbgut der Vögel, mögen sie es behalten, mein guter Larsen!"

Der Gärtner hieß Larsen, aber das hat nun weiter nichts zu bedeuten.

"Ist ihr Wirkungskreis nicht groß genug, lieber Larsen? Sie haben doch den ganzen Blumengarten, die Treibhäuser, den Obst- und Küchengarten?"

Das alles hatte er, und er pflegte und hegte es mit Eifer und Tüchtigkeit, und das wurde von der Herrschaft anerkannt, aber sie verhehlten ihm nicht, daß sie bei Fremden oft Früchte aßen und Blumen sahen, die das übertrafen, was sie in ihrem eigenen Garten hatten, und das betrübte den Gärtner, denn er wollte das Beste und tat das Beste. Er hatte ein gutes Herz und verrichtete seine Arbeit gut.

Eines Tages ließ ihn die Herrschaft rufen und sagte in aller Milde und Herrschaftlichkeit, daß sie am vorhergehenden Tage bei vornehmen Freunden eine Art Äpfel und Birnen bekommen hatten, die so saftig und wohlschmeckend waren, daß sie und alle Gäste sich voller Bewunderung geäußert hatten. Die Früchte waren gewiß nicht hier aus dem Lande, aber die sollten eingeführt und hier heimisch werden, wenn unser Klima es erlaubte. Man wußte, daß sie drinnen in der Stadt bei dem ersten Fruchthändler gekauft waren. Der Gärtner sollte in die Stadt reiten und sich danach erkundigen, woher diese Äpfel und Birnen gekommen waren, und dann Pfropfzweige anfordern.

Der Gärtner kannte den Fruchthändler sehr gut, denn gerade an ihn verkaufte er für seine Herrschaft den Überfluß an Obst, der im Schloßgarten wuchs.

Und der Gärtner ritt in die Stadt und fragte den Obsthändler, woher er diese hochgepriesenen Äpfel und Birnen habe.

"Die sind aus Ihrem eigenen Garten!" sagte der Fruchthändler und zeigte ihm sowohl Äpfel wie Birnen, die er wiedererkannte.

Wie sich der Gärtner freute; er eilte zu seiner Herrschaft und erzählte, daß sowohl die Äpfel als auch die Birnen aus ihrem eigenen Garten seine.

Das wollte die Herrschaft gar nicht glauben. "Das ist doch nicht möglich, Larsen! Können Sie ein schriftliches Zeugnis vom Fruchthändler beschaffen?"

Und das konnte er, er brachte ein schriftliches Attest.

"Das ist doch sonderbar!" sagte die Herrschaft.

Nun kamen auf den herrschaftlichen Tisch jeden Tag große Schalen mit diesen prächtigen Äpfeln und Birnen aus ihrem eigenen Garten; scheffel- und tonnenweise wurde diese Früchte an Freunde in der Stadt und außerhalb der Stadt gesandt, ja selbst nach dem Auslande. Das war ein wahres Vergnügen! Doch mußten sie hinzufügen, daß es ja auch zwei außergewöhnlich gute Sommer für Baumobst gewesen seien. Dies sei überall im Lande gut geraten.

Es verging eine Weile; die Herrschaft aß eines Mittags bei Hofe. Am Tage darauf wurde der Gärtner zu seiner Herrschaft gerufen. Sie hatten bei Tafel Melonen bekommen, überaus saftvoll, wohlschmeckend, sie waren aus dem Treibhause der Majestäten.

"Sie müssen zum Hofgärtner gehen, lieber Larsen, und uns einige von den Kernen dieser köstlichen Melonen verschaffen!"

"Aber der Hofgärtner hat die Kerne von uns bekommen!" sagte der Gärtner ganz vergnügt.

"Dann hat der Mann verstanden, die Früchte zu einer höheren Entwicklung zu bringen!" entgegnete die Herrschaft. "Jede Melone war ausgezeichnet."

"Ja, dann kann ich stolz sein!" sagte der Gärtner. "Ich will der gnädigen Herrschaft nur sagen, daß der Schloßgärtner in diesem Jahre mit seinen Melonen kein Glück gehabt hat, und als er sah, wie prächtig unsere standen, und sie kostete, da bestellte der drei davon fürs Schloß!"

"Larsen, bilden Sie sich doch nicht ein, daß diese Melonen aus unserem Garten waren!"

"Ich glaube es!" sagte der Gärtner, ging zum Schloßgärtner und erhielt von ihm einen schriftlichen Beweis, daß die Melonen auf der königlichen Tafel aus dem Herrschaftsgarten gekommen seien.

Das war wirklich eine Überraschung für die Herrschaft, und sie verschwieg die Geschichte nicht, sie zeigte das Attest vor, ja, es wurden Melonenkerne weit und breit versandt, so wie früher die Pfropfzweige.

Von diesen erhielt man Nachricht, sie hatten angeschlagen, hatten Früchte angesetzt, ganz vorzüglich, und die waren nach dem Schloß der Herrschaft genannt, so daß der Name dadurch setzt auf englisch, französisch und deutsch zu lesen war.

Das hätte man sich doch niemals träumen lassen.

"Wenn nur der Gärtner nicht zu große Ideen von sich bekommt!" sagte die Herrschaft.

Es faßte die Sache ganz anders auf: er wollte jetzt bestrebt sein, seinen Namen als einen der besten Gärtner des Landes zu behaupten, jedes Jahr wollte er versuchen, etwas Vorzügliches von allen Gartenarten zu bringen, und das tat er, aber oft mußte er doch hören, daß die allerersten Früchte, die er gebracht hatte, die Äpfel und die Birnen, eigentlich die besten gewesen seien, alle späteren Arten standen weit zurück. Die Melonen waren ja freilich sehr gut gewesen, aber das war ja auch eine ganz andere Art; die Erdbeeren könnte man ja vortrefflich nennen, aber doch nicht besser als die, die andere Herrschaften hatten, und als die Rettiche in einem Jahre nicht gerieten, sprach man nur von den verunglückten Rettichen und nicht von all dem andern Guten, was das Jahr gebracht hatte.

Es war fast, als ob die Herrschaft eine Erleichterung empfand, wenn sie sagen konnte:

"Dieses Jahr glückte es Ihnen nicht, lieber Larsen!" Sie waren wirklich ganz froh, wenn sie sagen konnten: " Dieses Jahr glückte es nicht!"

Ein paarmal in der Woche brachte der Gärtner frische Blumen ins Zimmer, immer höchst geschmackvoll geordnet. Er setzte die Farben durch die Zusammenstellung gleichsarm in ein stärkeres Licht.

"Sie haben Geschmack, Larsen!" sagte die Herrschaft. "Es ist eine Gabe, die der liebe Gott Ihnen gegeben hat, aus sich selber haben Sie es nicht!"

Eines Tages kam der Gärtner mit einer großen Kristallschale, darin lag ein Wasserrosenblatt; auf dieses war, mit dem langen, dicken Stengel im Wasser, eine strahlende blaue Blume gelegt, so groß wie eine Sonnenblume.

"Hindustans Lotus!" sagte die Herrschaft.

Eine solche Blume hatten sie noch nie gesehen, und sie wurde am Tage in die Sonne und am Abend ins Reflexlicht gestellt. Jeder, der sie sah, fand sie wunderbar schön und selten, ja, das sagte selbst die vornehmste von den jungen Damen des Landes, und das war eine Prinzessin; klug und herzensgut war sie.

Die Herrschaft setzte eine Ehre darein, ihr die Blume zu überreichen, und sie kam mit der Prinzessin auf das Schloß.

Nun ging die Herrschaft in den Garten hinab, um selber eine Blume von derselben Art zu pflücken, wenn noch eine solche da war, aber sie war nicht zu finden. Dann riefen sie den Gärtner und fragten, woher er die Lotus habe.

"Wir haben vergebens gesucht!" sagten sie. "Wir sind in den Treibhäusern und durch den ganzen Blumengarten gegangen!"

"Nein, da ist sie wirklich auch nicht zu finden!" sagte der Gärtner. "Es ist nur eine geringe Blume aus dem Küchengarten! Aber, nicht war, wie schön sie ist! Sie sieht aus, als sei es ein blauer Kaktus, und ist doch nur die Blüte einer Artischocke!"

"Das hätten Sie uns aber gleich sagen müssen!" sagte die Herrschaft. "Wir mußten glauben, daß es eine fremde seltene Blume sei. Sie haben uns vor der jungen Prinzessin blamiert! Sie sah die Blume bei uns, fand sie so schön, kannte sie nicht, und sie ist doch gut bewandert in der Botanik, aber die Wissenschaft hat gewiß nicht mit den Küchenkräutern zu tun. Wie konnte es Ihnen doch einfallen, lieber Larsen, eine solche Blume ins Zimmer zu setzen. Sie machen uns ja lächerlich!"

Und die schöne blaue Prachtblüte, die aus dem Küchengarten geholt war, wurde aus dem herrschaftlichen Zimmer entfernt, wohin sie nicht gehörte, ja, die Herrschaft brachte eine Entschuldigung bei der Prinzessin vor und erzählte, daß die Blume nur ein Küchengewächs sei, das der Gärtner hinzustellen sich erkühnt habe; aber er habe dafür auch einen ernsten Tadel erhalten.

"Das ist aber wirklich unrecht!" sagte die Prinzessin. "Er hat ja unsere Augen für eine Prachtblüte erschlossen, die wir bisher nicht beachtet hatten. Er hat uns die Schönheit gezeigt, wo es uns nicht eingefallen war, sie zu suchen! Der Schloßgärtner soll mir jeden Tag, solange die Artischocken blühen, eine Blume davon in mein Zimmer bringen!"

Und so geschah es.

Die Herrschaft ließ dem Gärtner sagen, daß er nun wieder eine frische Artischockenblüte bringen könne.

"Sie ist eigentlich sehr schön," sagten sie, "höchst eigentümlich!" und der Gärtner erhielt ein Lob.

"Das geht dem guten Larsen glatt herunter!" sagte die Herrschaft. "Er ist ein verhätscheltes Kind."

Im Herbst brauste ein schrecklicher Sturm. Des Nachts wehte es so gewaltsam, daß viele große Bäume am Rande des Waldes mit der Wurzel ausgerissen wurden, und zum großen Kummer für die Herrschaft, sie nannten es einen Kummer, aber zur Freude für den Gärtner, wehten die beiden großen Bäume mit allen den Vogelnestern um. Man hörte im Sturm das Geschrei der Dohlen und Krähen, sie schlugen mit den Flügeln gegen die Fensterscheiben, sagten die Leute im Schloß.

"Jetzt freuen Sie sich wohl, Larsen!" sagte die Herrschaft. "Der Sturm hat die Bäume gefällt, und die Vogel sind nach dem Walde geflogen. Jetzt ist ja nichts hier von der alten Zeit zu erblicken, jede Spur, jede Andeutung ist verschwunden! Uns hat es betrübt!"

Der Gärtner sagte nichts, aber er dachte an das, was er lange gedacht hatte, nämlich daran, den prächtigen, sonnigen Platz zu benutzen, über den er bisher nicht hatte verfügen können, der sollte eine Zierde des Gartens und eine Freude für die Herrschaft werden.

Die großen, umgewehten Bäume hatten die uralten Buchsbaumhecken mit all ihrer Verschneidung zerdrückt und zerschmettert. Er pflanzte hier ein Dickicht von Gewächsen, von heimischen Pflanzen aus Feld und Wald.

Was kein anderer Gärtner in so reicher Fülle in einen herrschaftlichen Garten zu pflanzen gewagt haben würde, das setzte er hier in die Erde, die jedes einzelne Gewächs verlangte, und in Sonnenschein oder Schatten, so wie jede Art es bedurfte. Er pflegte in Liebe, und es wuchs in Herrlichkeit.

Der Wachholderbusch aus der jütländischen Heide prangte hier in Form und Farbe wie die Zypresse Italiens, der blanke, stachlige Christusdorn, immergrün in Winterkälte und in Sommersonne, stand herrlich zu sehen da. Im Vordergrund wuchsen Farnkräuter, viele verschiedene Arten, einige sahen aus, als seien sie Kinder des Palmenbaums, und andere, als seien sie die Eltern der feinen, schönen Pflanzen, die wir Venushaar nennen. Hier stand die verachtete Klette, die in ihrer Frische so schön ist, daß sie in einem Bukett zum Schmuck gereichte. Die Klette stand auf dürrem Boden, aber niedriger; in den feuchten Grund wuchs der Ampfer, auch eine verachtete Pflanze, die doch durch ihre Größe und ihre mächtigen Blätter so malerisch schön aussah. Ellenhoch, mit unzähligen Blüten, wie ein mächtiger, vielarmiger Kandelaber, ragte die Königskerze auf, die aus dem Feld in den Garten verpflanzt war. Hier standen Waldmeister, Schlüsselblume und Maiglockchen, die wilde Calla und der dreiblättrige Sauerklee. Es war eine Pracht.

Davor aber, auf Stahldraht gestützt, wuchsen in Reihen ganz kleine Birnbäume aus französischem Erdboden; sie bekamen Sonne und gute Pflege und trugen bald große, saftige Früchte wie in dem Lande, woher sie kamen.

Statt der beiden alten, blätterlosen Bäume wurde eine hohe Flaggenstange aufgerichtet, um die der Danebrog wehte, und dicht daneben noch eine Stange, um die sich zur Sommer- und Herbstzeit die Hopfenranken mit ihren duftenden Blütenbüscheln schlangen, wo aber im Winter nach alter Sitte eine Hafergarbe aufgehängt wurde, damit die Vögel des Himmels in der frohen Weihnachtszeit auch eine Mahlzeit hatten.

"Der gute Larsen wird in seinen alten Jahren sentimental!" sagte die Herrschaft. "Aber er ist uns ja treu und ergeben!"

Zu Neujahr kam in einer der illustrierten Zeitungen der Hauptstadt ein Bild von dem alten Schloß, man sah die Flaggenstange und die Hafergarbe für die Vögel des Himmels in der frohen Weihnachtszeit, und es stand als ein schöner Gedanke gesprochen und hervorgehoben, daß eine alte Sitte hier wieder zu Ehren gebracht war, so bezeichnend gerade für das alte Schloß.

"Alles, was dieser Larsen tut," sagte die Herrschaft, "wird an die große Glocke gehängt. Es ist ein glücklicher Mann! Wir müssen ja fest stolz darauf sein, daß wir ihn haben!"

Aber sie waren gar nicht stolz darauf! Sie fühlten, daß sie die Herrschaft waren, sie konnten Larsen kündigen, aber das taten sie nicht, sie waren gute Menschen, und es gibt so viele gute Menschen dieser Art, und das ist ein Glück für jeden Larsen.

Ja, das ist die Geschichte "von dem Gärtner und der Herrschaft."

Nun kannst du darüber nachdenken!
A un miglio di strada dalla capitale si trovava un vecchio castello con grosse mura, torri e tetti merlati.
Qui vivevano, ma solo d'estate, nobili e ricchi signori; quel castello era il migliore e il più bello di quelli da loro posseduti; da fuori sembrava appena costruito e all'interno aveva tutte le comodità e gli agi. L'insegna della famiglia era scolpita nella pietra proprio sopra il portone, e intorno e sul torrione si intrecciavano bellissime rose; un unico tappeto d'erba si stendeva intorno al castello, c'erano rovi e biancospini, e fiori rari anche fuori dalla serra.
I padroni avevano anche un ottimo giardiniere, era proprio un piacere ammirare il giardino, il frutteto e l'orto. Lì vicino si trovava ancora un resto del vecchio giardino del castello, con siepi di bosso tagliate a forma di corone e di piramidi. Dietro si trovavano due vecchissimi e enormi alberi; erano quasi sempre senza foglie, ma si poteva credere che una bufera o una tempesta li avesse cosparsi di grossi pezzi di becchime: ogni pezzo era un nido per gli uccelli.
Qui, da tempo immemorabile, costruivano il nido una gran quantità di corvi e cornacchie; era come un'intera città di uccelli; gli uccelli facevano da padroni, erano i proprietari della tenuta, la più antica famiglia del luogo, i veri padroni del castello. A loro non interessavano gli uomini, ma sopportavano quelle creature che camminavano così in basso, anche se ogni tanto sparavano coi fucili; allora gli uccelli sentivano i brividi alla schiena e si alzavano in volo per lo spavento gridando: «Cra, era!».
II giardiniere diceva spesso ai suoi padroni di far abbattere quei vecchi alberi che non erano affatto belli, così ci si sarebbe forse liberati di quegli uccelli gracchianti che avrebbero cercato un altro luogo. Ma i padroni non volevano liberarsi né degli alberi né degli uccelli; era qualcosa che il castello non poteva perdere, qualcosa che risaliva ai tempi passati e che quindi non bisognava assolutamente distruggere.
«Quegli alberi sono proprietà degli uccelli; lasci che continuino a averli, mio buon Larsen!»
Il giardiniere si chiamava Larsen, ma questo non ha molta importanza.
«Non le basta, signor Larsen, tutto il posto che ha? l'intero giardino, la serra, il frutteto e l'orto?»
Lui aveva tutto questo, lo curava, lo sorvegliava e lo coltivava con zelo e bravura; i padroni lo riconoscevano, ma non nascondevano che in casa d'altri mangiavano spesso frutti e vedevano fiori superiori a quelli del loro giardino; questo rattristava il giardiniere, perché voleva sempre il meglio e faceva del suo meglio. Aveva buon cuore e era bravo nel suo lavoro.
Un giorno i padroni lo chiamarono e gli dissero con molto garbo che il giorno prima avevano visto in casa di nobili amici una qualità di mele e di pere così succose, così saporite, che loro, e tutti gli altri ospiti, avevano espresso grande meraviglia. Quei frutti non erano certo del loro paese, ma dovevano venire importati e coltivati, se il clima lo avesse permesso. Si sapeva che erano stati acquistati in città dal primo fruttivendolo; il giardiniere doveva recarsi là per sapere da dove provenivano e ordinare i rami per l'innesto.
Il giardiniere conosceva bene quel fruttivendolo, era proprio a lui che vendeva per conto dei padroni il sovrappiù dei frutti cresciuti nel giardino del castello.
Andò dunque in città e chiese al fruttivendolo da dove aveva ricevuto quelle lodatissime mele e pere.
«Vengono dal vostro giardino!» disse il fruttivendolo, e gli mostrò i frutti che il giardiniere riconobbe subito.
Oh, come fu felice il giardiniere! Si affrettò dai padroni per raccontare che sia le mele che le pere provenivano dal loro giardino.
I padroni gli credettero a malapena. «Non è possibile, Larsen! Può procurarci una dichiarazione scritta da parte del fruttivendolo?»
Naturalmente lui poteva, e così portò loro un attestato scritto.
«È straordinario!» dissero i padroni.
Da allora ogni giorno sul tavolo dei padroni vennero portati grossi recipienti pieni di meravigliose mele e pere che provenivano dal loro giardino. Furono poi mandati stai e barili dei frutti agli amici che abitavano in città e fuori città, persino all'estero Era proprio un piacere! Dovevano però riconoscere che avevano avuto due estati veramente eccezionali per gli alberi da frutto, come era successo in tutto il paese.
Passò del tempo e i padroni furono invitati a cena a corte. Il giorno dopo il giardiniere venne chiamato. Avevano mangiato a tavola meloni proprio succosi e saporiti che provenivano dalla serra reale.
«Deve recarsi dal giardiniere di corte, buon Larsen, e procurarci alcuni semi di questi preziosissimi meloni!»
«Ma il giardiniere di corte ha avuto i semi da noi!» esclamò il giardiniere tutto contento.
«Allora quell'uomo ha sicuramente fatto crescere meglio i meloni!» risposero i padroni. «Ogni melone era straordinario.»
«Bene, allora devo proprio esserne orgoglioso!» disse il giardiniere. «Lor signori devono sapere che il giardiniere di corte non ha avuto fortuna coi suoi meloni e dopo aver visto quanto fossero belli i nostri, dopo averli assaggiati, ne ha ordinati tre da portare al castello reale.»
«Larsen, non si metta in testa che erano i meloni del nostro giardino!»
«Credo proprio di sì» rispose il giardiniere. Andò dal giardiniere di corte e ebbe da lui una dichiarazione scritta che attestava come i meloni presentati a tavola provenissero dal castello dei suoi padroni.
Fu veramente una sorpresa per i padroni che non tennero per sé la storia; anzi mostrarono l'attestato, mandarono semi di meloni ovunque, proprio come avevano fatto prima con i rami d'innesto.
Vennero poi a sapere che quelli avevano attecchito bene, avevano messo frutti meravigliosi e erano stati chiamati col nome del castello, così che ora il nome si poteva leggere in inglese, in tedesco e in francese. Una cosa simile non la si poteva certo immaginare!
«Basta che il giardiniere non si monti la testa!» dissero i padroni.
Lui la prese in un altro modo; voleva, per mantenere la fama di essere uno dei migliori giardinieri del paese, cercare di ottenere ogni anno qualcosa di straordinario dalle piante del giardino; e così fece; ma spesso dovette sentirsi dire che i primissimi frutti che aveva portato, quelle mele e quelle pere, erano comunque le migliori e che tutte le altre specie non erano allo stesso livello. I meloni erano molto buoni, ma erano un genere diverso, le fragole potevano dirsi ottime, ma non erano migliori di quelle degli altri giardini, e quando un anno i ravanelli crebbero male, si parlò solo di quegli sfortunati ravanelli e non di tutte le altre cose buone che erano state prodotte.
Era come se i padroni provassero sollievo nel dire: «Quest'anno non è andata, caro Larsen!». Erano proprio felici nel poter dire: «È andata male quest'anno!».
Due o tre volte la settimana il giardiniere portava fiori freschi nel salone, sempre preparati con buon gusto, così da mettere in risalto i colori.
«Lei ha buon gusto, Larsen!» dicevano i padroni «è un dono che le è stato dato dal Signore, non è merito suo!»
Un giorno il giardiniere giunse con una grande coppa di cristallo dove, su una foglia di ninfea, posava, con il suo lungo e grosso stelo infilato nell'acqua, un fiore turchino molto luminoso, grande come un girasole.
«È un fior di loto dell'Indostan!» esclamarono i padroni. Non avevano mai visto un fiore così; di giorno venne messo al sole e di sera sotto la luce riflessa. Chiunque lo vedeva lo trovava estremamente bello e particolare; la stessa cosa disse anche la più nobile delle damigelle del regno, che era principessa: era buona e intelligente.
I padroni furono onorati di donarle il fiore che giunse così a corte insieme alla principessa.
Allora i padroni scesero in giardino per cogliere un fiore della stessa specie, se ce ne fosse stato uno, ma non lo trovarono. Chiamarono dunque il giardiniere e gli chiesero da dove provenisse quel fior di loto blu.
«L'abbiamo cercato invano» spiegarono. «Siamo stati nella serra e in tutto il giardino.»
«No, lì non si trova di sicuro» disse il giardiniere. «È solo un fiore dell'orto! Ma è bello, non è vero? Sembra un cactus azzurro, e in realtà è il fiore del carciofo.»
«Avrebbe dovuto dircelo subito» dissero i padroni. «Noi credevamo che fosse un fiore molto raro e esotico. Ci ha umiliato davanti alla giovane principessa! Lei ha visto il fiore a casa nostra, l'ha trovato così bello, non lo conosceva, anche se è esperta di botanica; ma la botanica non ha niente a che vedere con gli ortaggi. Come le è venuto in mente, Larsen di portare un fiore come quello nel salone? Così ci ha reso ridicoli!»
E il bel fiore turchino, che era stato preso dall'orto, non venne più ammesso al salone dei padroni perché non era ritenuto adatto; poi i padroni si scusarono con la principessa, raccontarono che il fiore era solo un modesto ortaggio che il giardiniere aveva avuto l'idea di mettere in mostra; ma per questo era stato rimproverato severamente.
«È un peccato, un'ingiustizia!» esclamò la principessa. «Lui ci ha aperto gli occhi davanti a un fiore meraviglioso a cui non avevamo mai prestato attenzione, ci ha mostrato la bellezza che si trova dove non abbiamo mai pensato di cercarla! Il giardiniere del castello, ogni giorno, per tutto il tempo in cui i carciofi avranno i fiori, dovrà portarne uno nella mia camera.»
E così accadde.
I padroni fecero dire al giardiniere che ora poteva portare di nuovo un fiore fresco di carciofo nel salone.
«In fondo è bello!» dissero. «È proprio strano!» Il giardiniere venne lodato.
«A Larsen questo fa piacere!» dissero i padroni. «È come un bambino viziato.»
In autunno ci fu una tempesta terribile, fu così violenta nel cuore della notte che molti grossi alberi ai margini del bosco vennero sradicati, e, con gran dolore dei padroni - dissero loro - ma con grande gioia del giardiniere, i due grandi alberi pieni di nidi di uccelli furono abbattuti. Si sentirono nella tempesta le grida dei corvi e delle cornacchie che sbattevano le ali contro i vetri, raccontava la gente del castello.
«Ora sarà felice, Larsen» dissero i padroni. «La tempesta ha sradicato gli alberi e gli uccelli hanno trovato rifugio nel bosco. Qui non c'è più nulla dei vecchi tempi; ogni segno e ogni traccia sono scomparsi. E molto triste!»
Il giardiniere non disse nulla, ma pensò a quello a cui aveva pensato a lungo, di utilizzare quello splendido spiazzo al sole, che prima aveva dovuto lasciar stare, e di trasformarlo in ornamento per tutto il giardino e motivo di gioia per i padroni.
I grandi alberi abbattuti avevano soffocato e schiacciato le vecchissime siepi di bosso, tagliate in vari modi. Lui piantò una serie di piante diverse, tutte del paese, prese dai campi e dai boschi.
Piantò quello che nessun altro giardiniere avrebbe mai pensato di piantare in gran quantità nel giardino dei padroni, mise ogni specie nella terra più adatta, all'ombra o al sole secondo le esigenze di ogni specie. Le curò con amore e queste crebbero meravigliose.
II cespuglio di ginepro della landa dello Jutland si innalzò con la forma e il colore del cipresso italiano, e il lucido agrifoglio spinoso, sempreverde nel freddo dell'inverno come nel sole dell'estate, era bellissimo a vedersi. Davanti crescevano felci, di molte specie diverse: alcune sembravano nate da una palma, altre sembravano i genitori di quella sottile e deliziosa pianta che noi chiamiamo capelvenere; c'era la disprezzata lappola, così bella nella sua freschezza, che sta molto bene in mazzetti. La lappola cresceva all'asciutto, ma più in basso, dal terreno umido, cresceva il farfaraccio, altra pianta disprezzata e pure così artistica per la sua altezza e per le foglie enormi. Altissimo, con i fiori molto vicini tra loro come uno straordinario candelabro a molte braccia, si innalzava il verbasco trapiantato dal campo. C'erano le asperule, l'acetosella e i mughetti, le calle selvatiche e il sottile trifoglio del bosco. Era proprio una meraviglia!
Davanti, sostenute da fili d'acciaio, crescevano in fila piccole piante di pere che provenivano dalla Francia: avevano sole e cure e davano grandi frutti succosi, proprio come nel paese d'origine.
Al posto dei due vecchi alberi senza foglie fu messo un grande palo portabandiera, su cui sventolava la bandiera nazionale, e lì vicino un altro palo, dove in estate e in autunno si attorcigliava il luppolo con i suoi grappoli di fiori profumati; ma d'inverno, secondo un'antica usanza veniva appeso un manipolo di avena, perché gli uccelli del cielo avessero da mangiare nel periodo natalizio.
«Il buon Larsen diventa sentimentale con gli anni» dissero i padroni. «Ma è fedele e devoto.»
Per Capodanno, in una rivista illustrata della capitale, comparve una fotografia di quel vecchio castello; si vedeva il palo della bandiera e quello dell'avena per gli uccellini del cielo nel periodo natalizio. Si diceva che era stata una bella idea che un'usanza così antica fosse stata ripresa, un'idea degna di quel vecchio castello.
«Per tutto quello che Larsen fa» dissero i padroni «si battono i tamburi. È proprio un uomo fortunato! Dovremmo quasi essere fieri di lui!»
Ma non erano davvero fieri di lui! Sapevano di essere i padroni, potevano licenziare Larsen, ma non lo facevano perché erano brave persone; ci sono molte brave persone come loro, e questa è una fortuna per ogni Larsen.
Sì, questa e la storia del "giardiniere e i padroni."
Adesso riflettici sopra!




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