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Tantchen

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Aunty


Du hättest Tantchen kennen sollen! Sie war reizend! Ja, das heißt, sie war gar nicht reizend, wie man es versteht, wenn man von 'reizend sein' spricht, aber sie war süß und lieb, unterhaltend auf ihre Weise, richtig um über sie zu sprechen, wenn man über jemanden sprechen und sich lustig machen soll, sie war, um sie direkt in eine Komödie zu setzten - und das einzig und allein, weil sie nur für das Komödienhaus lebte und alles, was sich darinnen rührt. Sie war so ehrenwert, aber der Agent Fabs, den Tantchen immer Flabs nannte, nannte sie theatertoll.

"Das Theater ist meine Schule," sagte sie, "meine Wissensquelle, von dort her habe ich meine biblische Geschichte aufgefrischt: 'Moses', 'Joseph und seine Brüder', das sind nun Opern! Ich habe vom Theater meine Weltgeschichte, Geographie und Menschenkenntnis! Ich kenne das Pariser Leben aus den französischen Stücken - schlüpfrig, aber höchst interessant! Wie habe ich geweint über 'Die Familie Riquebourg', daß der Mann sich tottrinken soll, damit sie den jungen Liebhaber bekommen kann! - Ja, wie viele Tränen habe ich doch geweint in den fünfzig Jahren, die ich abonniert bin!"

Tantchen kannte jedes Theaterstück, jede Kulisse, jede Person, die auftrat oder aufgetreten war. Sie lebte nur wirklich in den neun Theatermonaten. Der Sommer ohne Sommertheater war eine Zeit, die sie alt machte, während ein Theaterabend, der sich über Mitternacht hinauszog, eine Lebensverlängerung war. Sie sprach nicht wie andere Leute: "Nun haben wir Frühling, der Storch ist gekommen!" - "Es steht in der Zeitung, von der ersten Erdbeere." Sie dagegen verkündete das Kommen des Herbstes. "Haben Sie gesehen, und kommen die Theaterlogen zur Auktion, nun beginnen die Vorstellungen?"

Sie berechnete den Wert und die gute Lage einer Wohnung danach, wie nahe sie dem Theater lag. Es war ihr ein Schmerz, die kleine Gasse hinter dem Theater zu verlassen und in die große Straße etwas weiter davon zu ziehen und dort in einem Haus zu wohnen, wo sie kein Gegenüber hatte.

"Zu Hause muß mein Fenster meine Theaterloge sein! Man kann doch nicht sitzen und in sich selber aufgehen; Menschen muß man doch sehen! Aber nun wohne ich, als wäre ich hinaus aufs Land gezogen. Will ich Menschen sehen, muß ich hinausgehen in meine Küche und mich auf den Gußstein setzen, nur da habe ich ein Gegenüber. Nein, als ich in meinem Gäßchen wohnte, da konnte ich gerade zum Leinenhändler hineinsehen, und dann hatte ich nur drei Schritte zum Theater, nun habe ich dreitausend Gardistenschritte."

Tantchen konnte krank sein, aber wie schlecht sie sich auch fühlte, versäumte sie doch das Theater nicht. Ihr Arzt verordnete, daß sie eines Abends Sauerteig unter den Sohlen haben sollte, sie tat, wie er sagte, aber fuhr hin ins Theater und saß dort mit Sauerteig unter den Füßen. Wäre sie dort gestorben, so würde es sie gefreut haben. Thorwaldsen starb im Theater, das nannte sie einen "seligen Tod."

Sie konnte sich gewiß das Himmelreich nicht anders vorstellen, als daß auch dort ein Theater sein müßte; das war uns ja nicht verheißen, aber es war doch anzunehmen, daß die vielen ausgezeichneten Schauspieler und Schauspielerinnen, die vorausgegangen waren, einen weiteren Wirkungskreis haben mußten.

Tantchen hatte ihren elektrischen Draht vom Theater zu ihrer Wohnung; das Telegramm kam jeden Sonntag zum Kaffee. Ihr elektrischer Draht war "Herr Sivertsen von der Theatermaschinerie," der die Signale gab für Auf und Ab, Ein und Aus mit Vorhängen und Kulissen.

Von ihm bekam sie voraus eine kurze und lebendige Ankündigung der Stücke, Shakespeares "Sturm" nannte er "verfluchtes Zeug! Da ist so viel aufzustellen, und dann beginnt es mit Wasser bis zur ersten Kulisse!" Das hieß, so weit heran gingen die rollenden Wogen. Stand dagegen durch all die fünf Akte ein und dieselbe Zimmerdekoration, dann sagte er, daß es vernünftig und gut geschrieben sei, es war ein Ruhestück, es spielte sich selber, ohne Aufstellung.

In früher Zeit, wie Tantchen die Zeit vor einigen dreißig Jahren nannte, waren sie und der eben erwähnte Herr Sivertsen jünger; er war schon bei der Maschinerie und, wie sie ihn nannte, ihr Wohltäter. Es war nämlich zu der Zeit Sitte, daß bei der Abendvorstellung in dem einzigen und großen Theater der Stadt Zuschauer auch auf den Boden kamen, jeder Maschinist hatte über einen oder zwei Plätze zu verfügen. Es war da oft gestopft voll und sehr feine Gesellschaft; man sagte, daß da sowohl Generalinnen als auch Kommerzienrätinnen gewesen seien; es war so interessant, hinter die Kulissen hinabzusehen und zu wissen, wie die Menschen gingen und standen, wenn der Vorhang unten war.

Tantchen war mehrere Male dagewesen, sowohl zu Tragödien, als auch zu Ballet, denn die Stücke, wo das meiste Personal auftrat, waren die interessantesten vom Boden. Man saß so ziemlich im Dunkeln dort oben, die meisten hatten Abendbrot mit; einmal fielen drei Äpfel und eine Schnitte Butterbrot mit Rollwurst gerade hinab in Ugolinos Gefängnis, wo der Mensch Hungers sterben sollte, und da entstand ein Gelächter im Publikum. Die Rollwurst war einer der wichtigsten Gründe, weshalb die hohe Direktion die Zuschauerplätze auf dem Boden ganz aufheben ließ.

"Aber ich war siebenunddreißigmal da," sagte Tantchen, "und das vergesse ich Herrn Sivertsen niemals."

Es war gerade der letzte Abend, daß der Boden dem Publikum geöffnet war, da wurde "Salomons Urteil" gespielt, Tantchen erinnerte sich so genau; sie hatte durch ihren Wohltäter, Herrn Sievertsen, dem Agenten Fabs ein Eintrittsbillett verschafft, obgleich er es nicht verdiente, da er immer Narrenpossen mit dem Theater trieb und neckte; aber sie hatte ihn nun da hinaufgeschafft. Er wollte das Komödienzeug von der Kehrseite sehen, das waren seine eigenen Worte, und sie sahen ihm ähnlich, sagte Tantchen.

Und er sah "Salomons Urteil" von oben und schlief ein; Man sollte wahrlich glauben, daß er von einem großen Diner mit vielen Toasten gekommen sei. Er schlief und wurde eingeschlossen, und schlief in der dunklen Nacht auf dem Theaterboden, und als er erwachte, erzählte er, aber Tantchen glaubte ihm nicht, da war "Salomons Urteil" aus, alle Lampen und Lichter waren aus, alle Menschen aus, oben und unten; aber da begann erst das richtige Theater, das "Nachspiel," das war das Netteste, sagte der Agent. Da kam Leben in das Zeug! Es war nicht "Salomons Urteil," das gegeben wurde, nein, es war der Gerichtstag auf dem Theater. Und all das hatte der Agent Fabs die Frechheit, Tantchen einreden zu wollen; das war der Dank, weil sie ihn auf den Boden hinaufgeschafft hatte.

Was erzählte doch der Agent, ja, das war komisch genug zu hören, aber es lag Bosheit und Neckerei zugrunde.

"Es sah dunkel aus dort oben," sagte der Agent, "aber dann begann das Zauberzeug, große Vorstellung 'Gerichtstag auf dem Theater'. Die Kontrolleure standen an den Türen, jeder Zuschauer mußte sein geistiges Zensurbuch vorzeigen, ob er mit freien Händen hineinkommen durfte oder mit gebundenen, mit Maulkorb oder ohne Maulkorb. Herrschaften, die zu spät kamen, wenn die Vorstellung schon begonnen hatte, ebenso junge Menschen, die ja unmöglich immer die Zeit abpassen können, wurden draußen gefesselt, bekamen Filzsolen unter die Füße, um beim Anfang des nächsten Aktes hineinzugehen, dazu auch einen Maulkorb. Und dann begann der Gerichtstag."

"Reine Bosheit, von der Gott nichts weiß," sagte Tantchen.

Der Maler sollte, wollte er in den Himmel, eine Treppe hinaufgehen, die er selber gemalt hatte, die aber kein Mensch hinaufklettern konnte. Das war ja nur eine Sünde gegen die Perspektive. Alle die Pflanzen und Gebäude, die der Maschinenmeister mit großer Ungelegenheit in Länder gestellt hatte, in die sie nicht hineingehörten, sollte der arme Mensch an den rechten Ort versetzen, und das vor dem ersten Hahnenschrei, wenn er in den Himmel hineinwollte. Herr Fabs sollte nur sehen, daß er selber hineinkommen könne; und was er von dem Personal erzählte, von der Komödie, von Gesang und Tanz, war nun das Schwärzeste von Herrn Fabs, Flabs! Er verdiente nicht, auf den Boden zu kommen, Tantchen wollte seine Worte nicht in den Mund nehmen. Es war niedergeschrieben, das Ganze, was er gesagt hatte, der Flabs! Es sollte in Druck kommen, wenn er tot und unter der Erde wäre, nicht früher; er wollte nicht geschunden werden.

Tantchen war nur einmal in Angst und Not gewesen in ihrem Glückseligkeitstempel, dem Theater. Es war ein Wintertag, einer von den Tagen, an denen es nur zwei Stunden Tag ist und auch da grau. Es war eine Kälte und ein Schnee, aber ins Theater mußte Tantchen; sie gaben "Herman von Unna," dazu eine kleine Oper und ein großes Ballett, einen Prolog und einen Epilog. Es würde erst in der Nacht aus sein. Tantchen mußte dahin; ihre Mieter hatten ihr ein Paar Pelzstiefel geliehen mit Fell außen und innen; sie reichten ihr hoch an den Beinen hinauf.

Sie kam ins Theater, sie kam in die Loge; die Stiefel waren warm, sie behielt sie an. Auf einmal wurde "Feuer" gerufen; es kam Rauch von einer Kulisse, es kam Rauch vom Boden; es wurde ein fürchterlicher Schrecken. Die Leute stürmten hinaus; Tantchen war die letzte in der Loge - "zweiter Stock links, da nehmen sich die Dekorationen am besten aus," sagte sie, "sie werden immer so aufgestellt, daß sie sich von der königlichen Seite am besten ausnehmen" - Tantchen wollte hinaus, die vor ihr warfen in Angst und Unbedachtheit die Türe zu; da saß Tantchen, hinaus konnte sie nicht kommen, hinein auch nicht, das heißt, hinein in die Nachbarloge, das Geländer war zu hoch. Sie rief, niemand hörte, sie sah hinab in den Stock unter ihr, der war leer, der war niedrig, der war ganz nahe; Tantchen fühlte sich in der Angst so jung und so leicht; sie wollte hinabspringen, brachte auch das eine Bein über die Brüstung, das andere auf die Bank; da saß sie rittlings, schön drapiert mit ihrem blumigen Rock, mit einem langen Bein, das über den Rand hinausschwebte, einem Bein mit einem ungeheuren Pelzstiefel; das war ein Bild zu sehen! Und da es gesehen wurde, wurde Tantchen auch gehört und davor gerettet, drinnen zu verbrennen, denn das Theater brannte nicht.

Das war der erinnernswerteste Abend ihres Lebens, sagte sie und war froh darüber, daß sie sich nicht selber hatte sehen können, denn sonst wäre sie vor Scham gestorben.

Ihr Wohltäter bei der Maschinerei, Herr Sivertsen, kam beständig jeden Sonntag zu ihr, aber von Sonntag zu Sonntag war eine lange Zeit; in der späteren Zeit hatte sie deshalb mitten in der Woche ein kleines Kind "zum Überrest," das heißt, um das zu genießen, was an dem Tag von Mittag übrigblieb. Es war ein kleines Kind vom Ballett, das das Essen auch brauchte. Die Kleine trat als Elfe und auch als Page auf; die schwierigste Partie war als Hinterfuß des Löwen in der "Zauberflöte," aber sie wuchs auf zum Vorderbein vom Löwen, dafür bekam sie freilich nur drei Mark, die Hinterbeine gaben einen Reichstaler, aber da mußte sie krumm gehen und die frische Luft entbehren. Das war sehr interessant zu wissen, meinte Tantchen.

Sie hätte verdient, zu leben, solange das Theater stand, aber das hielt sie doch nicht aus; sie starb auch nicht dort, sondern anständig und ehrbar in ihrem eignen Bett; ihre letzten Worte waren übrigens ganz charakteristisch, sie fragt: "Was spielen sie morgen?"

Nach ihrem Tode waren wohl ungefähr fünfhundert Reichstaler da; wir schließen aus der Rente, die zwanzig Reichstaler machte. Die hatte Tantchen als Legat für eine würdige alte Jungfer ohne Familie bestimmt; sie sollte verwendet werden, um jährlich einen Platz im zweiten Stock links für den Sonnabend zu abonnieren, denn an dem Tag gab man die besten Stücke. Es war nur eine einzige Verpflichtung an die Nutznießung des Legats geknüpft: jeden Sonnabend sollte die, die im Theater war, an Tantchen denken, die in ihrem Grabe lag.

Das war Tantchens Religion.
You ought to have known Aunty; she was so lovely. And yet, to be more specific, she wasn't lovely in the usual sense of the word, but she was sweet and charming and funny in her own way - just the type to gossip about when one is in the mood to gossip and be facetious over someone. She should have been put in a play, just because she herself simply lived for the theater and everything that goes on in it. She was so very respectable, even if Agent Nob, whom Aunty called Snob, said she was stage-struck.

"The theater is my schoolroom," she said, "my fountain of knowledge. There I have brushed up on my old Biblical history. Take Moses, for instance, or Joseph and His Brethren - they're operas now. It is from the theater that I've gained my knowledge of world history, geography, and human nature. I've learned about Parisian life from French farces - it's naughty, but very interesting. How I have cried over The Riquebourg Family - to think that the husband had to drink himself to death just so his wife could get her young sweetheart! Ah, yes, many's the tear I've shed in the fifty years I've been going to the theater!"

Aunty knew every play, every piece of scenery, every actor who came on or ever had come on. She really only lived during the nine months of the theatrical season. A summer without a summer stock company was enough to age her, while an evening at the theater that lasted till past midnight prolonged her life. She didn't say, as people did, "Now we will have spring; the stork has come!" or, "There's an item in the paper about the early strawberries!" Instead, she announced the coming of autumn, "Have you seen that the box office is open? They'll begin the performances soon!"

She reckoned the value of a house and its location by its distance from the theater. She was heartbroken to have to leave the narrow alley behind the theater and move to a wide street a little farther away, and live in a house where there were no neighbors opposite her.

"At home my window must be my box at the theater. You can't sit by yourself without ever seeing people. But where I live now, it seems as if I've moved way out into the country. If I want to see people, I have to go into the kitchen and climb up onto the sink. That's the only way I can see my neighbors. Now, in that old alley of mine I could look right into the linen dealer's, and then I was only three steps from the theater; now I am three thousand steps away - a guardsman's steps, at that!"

Aunty might sometimes be ill, but however badly she happened to feel, she never missed the theater. One evening her doctor ordered her to put her feet in sour-dough poultices; she did as he told her, but rode off to the theater and sat there with her feet in sour dough. If she had died there it would have pleased her. Thorvaldsen died in the theater; and she called that "a blessed death."

She could not imagine heaven if there were no theater there; indeed, it was never promised to us, but it surely was conceivable that the many great actors and actresses who had gone on before would want to continue their work.

Aunty had her own private wire from the theater to her room; and the "telegram" came every Sunday for coffee. Her private wire was Mr. Sivertsen, of the stage-setting department. It was he who gave the signal for the raising and lowering of the curtain, the setting or striking of the scenery.

From him she received a brief, expressive report of each of the plays. Shakespeare's Tempest he called "detestable stuff - there's so much to set up! Why, it begins with water down to the first side drop!" That is to say, the rolling billows extended far forward on the stage. On the other hand, if a play could go through five acts in one and the same set, he said it was sensible and well written; it was a play of rest that could play itself, without all that setting up to do.

In the earlier days, Aunty recalled, meaning some thirty-odd years back, when she and Mr. Sivertsen were indeed much younger, he was then already in the mechanical department, and, as she called him, her "benefactor." At that time it was customary at the town's big and only theater to admit spectators into the cockloft; every stage carpenter had one or two places to dispose of. It was often filled to capacity, and with a very select company; it was said the wives of generals and councilmen had been there, because it was so interesting to look down behind the scenes and see how the performers stood and moved when the curtain was down.

Aunty had been there several times, to tragedies and ballets, for the productions requiring the largest casts were the most interesting to watch from the loft. You sat up there in almost complete darkness, and most people brought their suppers with them. But once three apples and a package of sandwiches filled with sausage fell straight down into the prison where Ugolino was about to die of hunger! The sausage produced a tremendous effect. The audience laughed and cheered, and the sausage was one of the main reasons why the management decided to forbid admission to the cockloft.

"But still I've been there thirty-seven times," said Aunty. "And for that I shall always be grateful to Mr. Sivertsen."

On the last evening that the cockloft was open to the public, they were giving The Judgment of Solomon. Aunty could remember it so well, for from her benefactor, Mr. Sivertsen, she had obtained a ticket for Agent Nob. Not that he deserved it, for he always made fun of the theater and teased her about it, but still she had got him a seat in the cockloft. He wanted to look at the goings-on in the theater upside down. "Those were his very words, and just like him," said Aunty.

And so he saw The Judgment of Solomon from above, and fell asleep. One would surely have thought that he had come from a big dinner and had drunk many toasts. He slept until after the theater was locked up and had to spend the whole dark night up in the loft. He had a story to tell of his waking up, but Aunty didn't believe a word of it. The Judgment of Solomon was played out, the lights were out, and all the people were out, above and below; but then began the epilogue, the real comedy, the best thing of all, according to the agent. Then life came into the properties, and it wasn't The Judgment of Solomon that was given now; no, it was Judgment Day at the Theater. All this Agent Nob impudently tried to cram into Aunty; that was her thanks for getting him into the cockloft.

The story the agent told was amusing enough to hear, but there were mockery and spite behind it.

"It was very dark up there," said the agent, "but then the witchery began, the great spectacle, Judgment Day at the Theater. Ticket takers were at the doors, and every spectator had to show his spiritual testimonial, to decide whether he could enter free or handcuffed, and with or without a muzzle. Fine society people, who came too late, after the performance had begun, and young fellows who wasted their time were hitched outside. There they were muzzled, and had felt soles put under their shoes, to walk in on in time for the beginning of the next scene. And then they began Judgment Day at the Theater.

"Purely wickedness," said Aunty, "which our Lord knows nothing about!"

Had the scene painter wanted to get into heaven he would have had to climb up some stairs he had painted himself but which were too steep for anybody to use. That, of course, was because of his sin against perspective. The stage carpenter who had placed the plants and buildings in lands where they didn't belong had to move them into their proper places before cockcrowing time, if he expected to go to heaven. Mr. Nob would have to watch his own chances of getting there! And to hear what he said about the actors, both in comedy and tragedy, or in song and dance - why, it was shameful of Mr. Nob! Mr. Nob! He never deserved his place in the cockloft! Aunty didn't believe a word of what he said. He had written it all out, he said - the snob! - and would have it printed, but not until he was dead and buried, since he had no wish to be skinned alive.

Only once had Aunty known terror and anguish in her own temple of happiness, the theater. It was one of those gray winter days when we have only two hours of foggy daylight; it was cold and snowing, but Aunty was bound for the theater. They were giving Hermann von Unna, besides a little opera and a grand ballet, with prologue and epilogue - it would last well into the night. Aunty had to be there; her lodger had lent her a pair of sleigh boots, shaggy both outside and inside, that reached all the way up her legs.

Aunty arrived at the theater and was seated in a box; the boots felt warm, so she kept them on. Suddenly there arose the cry of "Fire!" as smoke rolled from one of the wings and down from the cockloft! There was a fearful panic, and people stormed out. Aunty was sitting farthest from the door - "second tier, left - hand side; from there the decorations look best," she said. "They always arrange them so they will look the prettiest from the King's side of the house." Now she wanted to get out of there, but the excited people in front of her thoughtlessly slammed and jammed the door shut. There was Aunty, with no way out and no way in, for the partitions between the boxes were too high. She called for help, but nobody heard her. When she looked over at the tier beneath, she saw it was empty; the balustrade was low; and the drop wasn't very far. Her fright made her feel young and active, so she prepared to jump. She got one foot on the seat and the other over the railing; there she sat astride, well draped in her flowered skirt, with one long leg dangling below, a leg in a huge sleigh boot. That was a sight to see! And it was seen, when finally her cries were heard; and then she was easily rescued, for the fire didn't amount to much.

That was the most memorable evening of her life, she said, and she was glad she hadn't seen herself, for she would have died of shame!

Her benefactor in the mechanical department, Mr. Sivertsen, came to see her regularly every Sunday. But it was a long time between Sundays. So in later years, in the middle of the week, a small child would come to her for the "leavings"; that is, to get her supper from the remains of Aunty's dinner.

This little child was a member of the ballet who really needed the food. She played the roles of a page or a fairy, but her hardest part was the hind legs of the lion in Mozart's Magic Flute. She eventually grew up to become the front legs, but for this she was paid only three marks, while as the hind legs she had received one rix-dollar. She had had to creep about as the hind legs, stooping, panting for fresh air. This was very interesting to know, thought Aunty.

Aunty deserved to have lived as long as the theater itself, but she couldn't hold out that long; nor did she die in the theater, but quietly and decently in her own bed. Her dying words were full of significance; she asked, "What are they playing tomorrow?"

She must have left about five hundred rix-dollars; we came to that conclusion from the yearly rental, which amounted to twenty rix-dollars. The money was left by Aunty as a legacy for some deserving old spinster who had no family. It was to be used for a seat in the second tier, left side, every Saturday, for that was when they gave the best plays. There was only one condition imposed on the legatee. As she sat in the theater every Saturday, she was to think of Aunty lying in her grave.

This was Aunty's religion.




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