DEUTSCH

Der Traum der alten Eiche (Ein Weihnachtsmärchen)

NEDERLANDS

De laatste droom van de oude eik


Da stand einmal im Walde, an der Steilküste des Meeres, so eine recht alte Eiche, die gerade dreihundertfünfundsechzig Jahre zählte. Aber diese lange Zeit hatte für den Baum nicht mehr zu bedeuten, als ebenso viele Tage für uns Menschen. Wir wachen am Tage, schlafen des Nachts und haben dann unsere Träume; aber mit dem Baume ist es anders, der Baum wacht drei Jahreszeiten hindurch, erst gegen den Winter versinkt er in Schlaf, der Winter ist seine Schlafzeit, er ist seine Nacht nach dem langen Tage, der Frühling, Sommer und Herbst heißt.

Manchen warmen Sommertag hatte die Eintagsfliege um seine Krone getanzt, gelebt, geschwebt und sich glücklich gefühlt, und ruhte dann das kleine Geschöpfeinen Augenblick in stiller Glückseligkeit auf einem der großen frischen Eichenblätter, dann sagte der Baum immer: »Du armes kleines Wesen! Nur einen Augenblick währt Dein ganzes Leben! Wie kurz doch! Es ist traurig!«

»Traurig?« antwortete dann immer die Eintagsfliege, »was meinst Du damit. Alles ist ja so unvergleichlich licht und klar, so warm und herrlich, und ich bin so froh!«

»Aber nur einen Tag, und dann ist alles vorbei!«

»Vorbei?« sagte die Eintagsfliege. »Was ist vorbei?« Bist Du auch vorbei?«

»Nein, ich lebe viele Tausende von Deinen Tagen, und mein Tag umfasst ganze Jahreszeiten. Das ist etwas so Langes, dass Du es gar nicht auszurechnen vermagst!«

»Nein, denn ich verstehe Dich nicht! Du hast Tausende von meinen Tagen, aber ich habe Tausende von Augenblicken, um darin froh und glücklich zu sein! Hört alle Herrlichkeit dieser Welt auf, wenn du einmal stirbst?«

»Nein«, sagte der Baum, »sie besteht sicher länger, unendlich länger, als ich denken kann!«

»Aber dann haben wir ja gleichviel Lebenszeit, nur dass wir verschieden rechnen.«

Und die Eintagsfliege tanzte und schwang sich in die Luft empor, freute sich ihrer feinen künstlichen Flügel, die wie aus Flor und Samt waren. Sie freute sich der warmen Luft, die durchwürzt war mit dem Dufte der Kleefelder und der Heckenrosen, des Flieders und des Geißblattes; von Waldmeister, Schlüsselblumen und Krauseminze gar nicht zu reden. Der Duft war so stark, dass die Eintagsfliege glaubte, sie hätte davon einen kleinen Rausch bekommen. Der Tag war lang und herrlich, voller Freude und süßer Lust, und sobald die Sonne sank, fühlte sich immer die kleine Fliege so angenehm müde von all dem Vergnügen. Die Flügel wollten sie nicht länger tragen, und leise glitt sie auf den weichen, schaukelnden Grashalm hinab, nickte mit dem Kopfe, wie sie nun eben nicken kann, und schlief dann fröhlich ein. Das war ihr Tod.

»Arme, kleine Eintagsfliege!« sagte der Eichbaum, »es war doch ein allzu kurzes Leben!«

Und jeden Tag wiederholten sich derselbe Tanz, dasselbe Gespräch, dieselbe Antwort und das gleiche Hinüberschlummern; es wiederholte sich in allen Geschlechtern der Eintagsfliegen, und alle waren sie gleich glücklich, gleich froh. Der Eichbaum durchwachte seinen Frühlingsmorgen, Sommermittag und Herbstabend; jetzt aber nahte seine Schlafzeit, seine Nacht. Der Winter rückte heran.

Schon sangen die Stürme: »Gute Nacht! Gute Nacht! Hier fiel ein Blatt, da fiel ein Blatt! Wir pflücken! Wir pflücken! Sieh zu, dass du schlafen kannst! Wir singen dich in Schlaf, wir schütteln dich in Schlaf; aber, nicht wahr, das tut den alten Zweigen gut! Sie krachen dabei aus lauter Vergnügen! Schlafe süß! Schlafe süß! Es ist deine dreihundertfünfundsechzigste Nacht; eigentlich bist du nur ein Zwölfmonatekind! Schlafe süß! Die Wolke lässt Schnee auf dich herabrieseln; das wird ein ganzes Laken, eine warme Bettdecke um deine Füße! Schlafe süß und träume!«

Alles Laubes entkleidet stand der Eichbaum da, um für den ganzen langen Winter schlafenzugehen und unterdes manchen Traum zu träumen – immer aus seinem Erleben heraus, gerade wie in den Träumen der Menschen.

Er war auch einmal klein gewesen, ja, eine Eichel war seine Wiege gewesen; nach menschlicher Rechnung stand er jetzt schon in seinem vierten Jahrhundert. Er war der größte und schönste Baum im Walde, mit seiner Krone ragte er hoch über allen anderen Bäumen hervor und wurde von der See aus schon in weiter Ferne gesichtet, er diente den Schiffen als Wahrzeichen. Er dachte gar nicht daran, wie viele Augen ihn suchten. Hochoben in seiner grünen Krone bauten die wilden Tauben, und reif der Kuckuck seinen Namen, und im Herbste, wenn die Blätter wie gehämmerte Kupferplatten aussahen, erschienen die Zugvögel und rasteten dort, ehe sie über das Meer flogen. Aber jetzt war Winter, blätterlos stand der Baum da, und man konnte recht deutlich sehen, in welchen Bogen und Krümmungen seine Zweige gewachsen waren. Krähen und Dohlen kamen und ließen sich scharenweise auf ihm nieder und plauderten von den strengen Zeiten, die jetzt begannen, und wie schwer es wäre, im Winter sein Futter zu finden.

Es war gerade die heilige Weihnachtszeit, als der Baum seinen schönsten Baum träumte; den wollen wir hören.

Der Baum empfand ganz deutlich, daß es eine festliche Zeit war; er glaubte ringsum alle Kirchenglocken läuten zu hören, und dabei war es ihm wie an einem herrlichen Sommertage zumute, mild und warm. Frisch und grün breitete er seine mächtige Krone aus, die Sonnenstrahlen spielten zwischen seinen Blättern und Zweigen, die Luft war mit dem Duft von Kräutern und Büschen erfüllt; bunte Schmetterlinge spielten Haschen miteinander, und die Eintagsfliegen tanzten, als ob alles nur dazu wäre, dass sie tanzen und sich freuen sollten. Alles, was der Baum Jahre hindurch erlebt und um sich gesehen hatte, zog wie in einem Festzuge an ihm vorüber. Er sah aus alter Zeit, wie Ritter und Frauen zu Pferde, mit Federn auf dem Hute und mit Falken auf der Hand, durch den Wald ritten. Das Jagdhorn tönte, und die Hunde schlugen an. Er sah feindliche Soldaten mit blanken Waffen und in bunten Trachten, mit Spießen und Hellebarden, ihre Zelte aufschlagen und wieder abbrechen; Wachtfeuer loderten und unter des Baumes weitausgebreiteten Zweigen wurde gesungen und geschlafen. Er sah, wie Liebesleute sich in stillem Glück hier im Mondenschein trafen und ihre Namen, den ersten Buchstaben, in die graugrüne Rinde einschnitten. Zither und Äolsharfe waren einmal – ja da lagen Jahre dazwischen – von muntern fahrenden Schülern in die Zweige der Eiche aufgehängt worden; nun hingen sie wieder da, nun klangen sie wieder so lieblich. Die wilden Tauben gurrten, als ob sie erzählen wollten, was der Baum dabei fühlte, und der Kuckuck rief, wie viel Sommertage er noch leben sollte.

Da war es, als ob ihn ein neuer Lebensstrom von den kleinsten Wurzelfasern bis hinauf zu den höchsten Zweigen, ja bis in die Blätter hinaus, durchrieselte. Der Baum fühlte, wie er sich dadurch streckte, er empfand mit den Wurzeln, dass auch unten in der Erde Leben und Wärme war; er fühlte seine Stärke zunehmen, er wuchs höher und höher. Der Stamm schoss empor, da war kein Stillstand, er wuchs mehr und immer mehr, die Krone wurde voller, breitete sich aus, hob sich empor – und je mehr der Baum wuchs, um so mehr wuchs auch sein Wohlgefühl, seine ihn mit unaussprechlichem Glücke erfüllende Sehnsucht, immer höher zu kommen, bis zu der glänzenden warmen Sonne.

Schon war er bis hoch über die Wolken gewachsen, die wie dunkle Scharen von Zugvögeln oder wie große weiße Züge von Schwänen unter ihm hinzogen.

Und jedes von den Blättern des Baumes konnte sehen, als ob es ein besonderes Auge hätte, alles damit anzuschauen. Die Sterne wurden am Tage sichtbar, so groß und blitzend waren sie; jeder von ihnen leuchtete wie ein paar Augen, so mild und so klar. Sie erinnerten an bekannte liebe Augen, an Kinderaugen, an die Augen von Liebespaaren, wenn sie unter dem Baume zusammentrafen.

Es war ein unendlich beglückender Augenblick, so freudevoll, und doch, in all der Wonne empfand der Eichbaum eine Sehnsucht danach, dass alle anderen Bäume des Waldes dort unten, alle Büsche, Kräuter und Blumen sich mit ihm zu erheben vermöchten, um auch diesen Glanz und diese Freude zu empfinden. Der mächtige Eichbaum war in dem Träume von all dieser Herrlichkeit doch nicht vollkommen glücklich, wenn er sein Glück nicht mit allen, groß und klein, teilen konnte, und dies Gefühl durchbebte die Zweige und Blätter ebenso innig und stark, wie eine Menschenbrust.

Die Krone des Baumes bewegte sich, als ob er etwas suchte, als ob ihm etwas fehlte; er schaute zurück und da drang der Duft des Waldmeisters und bald noch stärker der Duft von Geißblatt und Veilchen zu ihm empor; er glaubte, den Kuckuck locken zu hören.

Ja, durch die Wolken sprossten die grünen Waldwipfel hervor; er sah die anderen Bäume unter sich wachsen und sich gleich ihm erheben. Büsche und Kräuter wuchsen hoch in die Luft, einzelne rissen sich mit den Wurzeln los und flogen schneller. Die Birke war am schnellsten; wie ein weißer Blitzstrahl sprühte ihr schlanker stamm hinauf, ihre Zweige wallten wie grüner Flor und Fahnen. Die ganze Waldnatur, selbst das braungefiederte Rohr, wuchs mit, und die Vögel folgten nach und sangen, und auf dem Halme, der wie ein langes, grünes Seidenband lose flatterte und flog, saß die Heuschrecke und spielte mit dem Flügel auf ihrem Schienbeine. Die Maikäfer brummten und die Bienen summten, jeder Vogel sang, wie ihm der Schnabel gewachsen war.

»Aber die kleine rote Blume am Wasser, die sollte auch mit!« sagte die Eiche, »und die blaue Glockenblume und das kleine Gänseblümchen!« – Ja, die Eiche wollte, dass sie alle dabei wären.

»Wir sind dabei, wir sind dabei!« sang und klang es.

»Aber der schöne Waldmeister vom vorigen Sommer – und das Jahr vorher war ein wahrer Flor von Maiblümchen – und der wilde Apfelbaum, wie stand er doch so herrlich! – und all die Waldespracht seit Jahren, seit vielen Jahren -! wäre sie doch bis jetzt am Leben geblieben, dann hätte sie auch können mit dabei sein!«

»Wir sind mit dabei! Wir sind mit dabei!« sang und klang es noch höer oben, es schien, als ob sie voraufgeflogen wären.

»Nein, das ist zu unglaublich schön!« jubelte die alte Eiche. »Ich habe sie alle, klein und groß, nicht eines ist vergessen! Wie ist doch all diese Glückseligkeit nur möglich und denkbar!«

»In Gottes Himmel ist es möglich und denkbar!« klang es.

Und der Bau, der immer wuchs, fühlte, dass sich seine Wurzeln aus der Erde lösten.

»Das ist nun das allerbeste!« sagte der Baum, »nun hält mich kein Band mehr! Ich kann mich zu den Allerhöchsten in Licht und Glanz emporschwingen! Und alle Lieben habe ich bei mir, klein und groß, alle bei mir!«

»Alle!«

Das war der Traum des Eichbaums; und während er träumte, ging ein heftiger Sturm über das Meer und Land in der heiligen Weihnacht. Die See wälzte schwere Wogen gegen den Strand, der Baum krachte, brach, und wurde mit der Wurzel ausgerissen, gerade während er träumte, dass sich seine Wurzeln lösten. Er fiel. Seine dreihundertfünfundsechzig Jahre waren nun auch nichts anderes als der Tag einer Eintagsfliege.

Am Weihnachtsmorgen, als die Sonne wieder zum Vorschein kam, hatte sich der Sturm gelegt. Alle Kirchenglocken läuteten festlich, und aus jedem Schornstein, selbst aus dem kleinsten auf dem Dache des Häuslers, erhob sich der Rauch bläulich, wie vom Altare beim Feste der Druiden, ein Opferrauch des Dankes. Die See wurde ruhiger und ruhiger, und auf einem großen Schiffe draußen auf dem Meere, das während der Nacht das harte Wetter wohl überstanden hatte, wurden jetzt alle Flaggen gehisst.

»Der Baum ist fort! Der alte Eichbaum, unser Wahrzeichen auf dem Lande!« sagten die Seeleute. »Er ist gefallen in dieser Sturmnacht! Wer wird ihn uns ersetzen können? Das kann keiner!«

Eine solche Leichenrede, kurz, aber wohlgemeint, erhielt der Baum, der auf der Schneedecke am Ufer ausgestreckt lag. Und über ihn hin erklang ein feierlicher Choral vom Schiffe, ein Lied von der Weihnachtsfreude und der Erlösung der Menschenseelen in Christo und vom ewigen Leben:

»Nun jauchzet laut, o Christeng’mein!
Nun senken wir den Anker ein;
Die Freud ist ohnegleichen!
Halleluja! Hallelujah!«

So lautete das Kirchenlied, und jeder draußen auf dem Schiffe fühlte sich durch Lied und Gebet in seiner Weise so erhoben, wie der alte Baum in seiner letzten, seiner schönsten Traumweihnacht.
Er stond in het bos, hoog op de helling bij het open strand, zo'n echt oude eik, hij was precies driehonderd vijfenzestig jaar oud, maar die lange tijd was voor de boom niet meer dan even zovele dagen voor ons mensen. Overdag zijn wij wakker, 's nachts slapen en dromen wij.

Met een boom is het anders gesteld: in de lente, de zomer en de herfst is de boom wakker, en pas tegen de winter begint zijn slaap, de winter is zijn tijd van slapen, dat is zijn nacht na de lange dag, die lente, zomer en herfst heet.

Heel wat warme zomerdagen hadden de muggen om zijn kroon gedanst, geleefd, gezweefd en zich gelukkig gevoeld, en wanneer dan zo'n klein schepsel één ogenblik in stille zaligheid op een van de grote, frisse eikenbladeren zat te rusten, dan zei de boom altijd: "Stakkerdje! Je hele leven duurt maar één dag! Wat kort toch. Het is zo jammer!"

"Jammer, antwoordde dan het mugje altijd. "Wat bedoel je daarmee? Alles is zo heerlijk stralend, warm en mooi en ik ben zo blij!"

"Maar slechts één dag en dan is alles voorbij!"

"Voorbij!" zei het mugje. "Wat is voorbij? Ben jij ook voorbij?" - "Nee, ik leef misschien nog wel duizenden van jouw dagen en mijn dag duurt hele jaargetijden! Dat is iets van zo lange duur dat jij het helemaal niet kunt uitrekenen!"

"Nee, want ik begrijp je niet! Jij hebt duizenden van mijn dagen, maar ik heb duizenden ogenblikken om blij en gelukkig te zijn. Neemt al deze heerlijkheid een einde wanneer jij sterft?" - "Nee," zei de boom, "die duurt zeker langer, oneindig veel langer dan ik mij kan indenken!"

"Maar dan hebben wij toch evenveel, onze berekeningen verschillen alleen maar!"

En het mugje danste en zweefde in de lucht, was blij met zijn tere, kunstige vleugeltjes van gaas en fluweel, verheugde zich in de zoele lucht die gekruid was met de geur van het klaverveld en van de wilde rozen, de vlier en de kamperfoelie, die over de heining groeiden, om van het lievevrouwebedstro, de sleutelbloemen en de wilde kruizemunt niet te spreken; er was een geur zo sterk dat het mugje zich heus een klein beetje dronken voelde.

De dag was lang en verrukkelijk, vol van blijdschap en goede dingen en toen de zon onderging, voelde het mugje zich zo heerlijk moe van al die vrolijkheid. Zijn vleugels wilden het niet langer dragen en heel zacht gleed het op het zachte, wiegende grashalmpje neer, het knikte met zijn kopje, en sliep dan blij in: dat was de dood. "Arme, kleine mug," zei de eik, "dat was toch een al te kort leven!"

En iedere zomerdag herhaalden zich diezelfde dans, datzelfde gesprek, hetzelfde antwoord en het inslapen; het herhaalde zich in hele families van muggen, en alle waren zij toch gelukkig, even blij.

De boom stond wakker, zijn lentemorgen, zijn zomermiddag en zijn herfstavond, nu naderde zijn tijd van slapen, zijn nacht - de winter was in aantocht.

Reeds zongen de stormen: "Goedenacht! goedenacht! Daar viel een blad, daar viel een blad! Wij plukken, wij plukken! Zie dat je gaat slapen, wij zingen je in slaap, wij schudden je in slaap, maar, nietwaar, dat doet goed in je oude takken. Zij kraken ervan uit louter plezier. Slaap lekker, slaap lekker! Het is je driehonderd vijfenzestigste nacht, eigenlijk ben je maar een jongetje van een jaar! Slaap lekker! Uit de hemel dwarrelt sneeuw, het wordt een heel laken, een warm dek om je voeten! Slaap lekker en droom prettig!"

En de boom stond daar, beroofd van zijn loof, om ter ruste te gaan, de hele winter lang en in die winter menige droom te dromen, steeds iets dat hij zelf had beleefd, net als de mensen dromen.

Hij was ook eenmaal klein geweest, ja, een eikeltje was zijn wieg geweest, naar menselijke berekening leefde hij nu in zijn vierde eeuw; hij was de grootste, de hoogste boom in het bos, met zijn kroon stak hij hoog boven alle andere bomen uit, ver op zee was hij zichtbaar, een baken voor de schepen; hij besefte helemaal niet hoeveel ogen hem zochten. Hoog boven in zijn groene kroon woonden de houtduiven en sloeg er de koekoek; in het najaar, wanneer de bladeren wel geslagen koperen plaatjes leken, kwamen de trekvogels en ze rustten daar, vóór zij over zee vlogen. Maar nu was het winter, de boom stond daar bladerloos, je kon goed zien hoe krom en knoestig de takken zich uitstrekten; kraaien en roeken zaten er om de beurt in groepjes te praten over de harde tijden die nu begonnen en hoe moeilijk het was in de winter aan voedsel te komen.

Het was juist het heilige kerstfeest, toen droomde de boom zijn schoonste droom: die moeten wij horen.

De boom kon heel duidelijk merken dat het een feestelijke tijd was. Hij meende overal in de rondte de kerkklokken te horen luiden en daarbij was het zacht en warm als op een mooie zomerdag, fris en groen breidde hij zijn machtige kroon uit, de zonnestralen speelden tussen zijn bladeren en takken, de lucht was vol geur van kruiden en struiken; bonte vlinders speelden krijgertje en de muggen dansten, alsof alles er alleen maar was opdat zij konden dansen en pret maken. Alles wat de boom jarenlang had beleefd en om zich heen had gezien trok, als een feestelijke optocht, voorbij.

Hij zag uit oude tijden ridders en edelvrouwen te paard door het bos rijden met een veer op de hoed en een valk in de hand; de jachthoorn weerklonk en de honden blaften.

Hij zag soldaten van de vijand met blanke wapens en in bonte uniformen, met speer en hellebaard, hun tenten opslaan en weer afbreken; het wachtvuur vlamde op en er werd gezongen en geslapen onder de brede takken van de boom.

Hij zag verliefden hier in stil geluk in de maneschijn samen komen en de eerste letter van hun naam in de grauwgroene bast snijden. Citer en eolusharp waren er eens - er lagen jaren tussen - opgehangen in de takken van de eik door vrolijke, rondtrekkende gezellen, nu hingen zij daar weer, nu klonken zij daar weer zo liefelijk. De houtduiven kirden als wilden zij vertellen wat de boom daarbij voelde, en de koekoek sloeg hoeveel zomerdagen hij zou leven.

Toen was het alsof, tot in de kleinste wortels, tot in de hoogste takken, helemaal tot in de bladeren, een nieuw leven door de boom stroomde. Hij voelde dat hij zich kon uitrekken, hij merkte het in zijn wortels, hoe ook daar beneden in de aarde leven en warmte was, hij voelde hoe zijn kracht toenam, hij groeide hoger en hoger. De stam schoot op, er was geen stilstand, hij groeide meer en meer, de kroon werd voller, breidde zich uit, verhief zich en naarmate de boom groeide, groeide ook zijn gezondheid, zijn verheugend verlangen om steeds hoger te reiken, helemaal tot de stralende warme zon. Reeds was hij hoog boven de wolken uitgegroeid, die als duistere scharen trekvogels of als grote, witte zwermen zwanen onder hem langs trokken.

En elk blad van de boom kon zien alsof het ogen had om te zien; de sterren werden overdag zichtbaar, groot en blank; iedere ster flonkerde als een paar ogen, zo zacht en zo helder; zij deden denken aan bekende, geliefde ogen, kinderogen, ogen van verliefden, wanneer zij elkaar onder de boom ontmoeten. Dat was een gelukkig ogenblik, een ogenblik vol vreugde!

En toch, bij al die vreugde voelde hij een verlangen dat alle andere bomen in het bos daar beneden, alle struiken, planten en bloemen zich met hem mochten verheffen, met hem de glans en vreugde mochten voelen. De machtige eik was in de droom van zijn heerlijkheid niet volkomen gelukkig als niet alle, grote en kleine, het met hem waren, en dat gevoel beefde door takken en bladeren zo innig en zo sterk als in de borst van een mens. De kroon van de eik bewoog zich alsof de boom iets zocht, iets miste, hij keek om en toen rook hij de geur van Lievevrouwebedstro en al spoedig een nog sterkere geur van kamperfoelie en viooltjes, hij meende te kunnen horen dat de koekoek hem antwoordde. Ja, door de wolken kwamen de groene toppen van het bos uitkijken.

Hij zag de andere bomen onder zich groeien en zich verheffen evenals hijzelf; struiken en planten schoten op, enkele rukten zich met wortel en tak los en vlogen sneller. De berk was het vlugst, als een helle bliksemstraal knetterde haar slanke stam, haar takken golfden als groen gaas en groene vaandels; het hele bos, zelfs het bruingeveerde riet, groeide mee en de vogels vlogen mee en zongen en op het hoge gras, dat los fladderde als een lange, groene zijden band, zat de sprinkhaan en speelde met zijn vleugel op zijn scheenbeen; de kevers bromden en de bijen zoemden, iedere vogel zong met zijn snavel, alles was zang en vreugde tot in de hemel toe.

"Maar het kleine blauwe bloempje daar bij het water, dat moet ook mee," zei de eik; "en dat rode klokbloempje en dat kleine madeliefje!" Ja, de eik wilde ze allemaal mee hebben. "Wij gaan mee! Wij gaan mee!" zong het en klonk het. "Maar dat mooie lievevrouwebedstro van de vorige zomer - en het jaar daarvoor was hier een heel tapijt van lelietjes-van-dalen - en die wilde appelboom, wat stond die prachtig - en al die schoonheid van het bos, jaren, jarenlang -- waren die toch maar tot nu toe blijven leven, dan hadden die nu ook mee kunnen gaan!"

"Wij gaan mee! Wij gaan mee!" zong het en klonk het nog hoger, het leek alsof ze vooruit waren gevlogen. "Nee, dit is té ongelofelijk mooi!" jubelde de oude eik. "Ik heb ze nu allemaal, kleine en grote! Niet één is er vergeten, hoe is zoveel geluk denkbaar!"

"In Gods hemel is dat denkbaar!" klonk het.

En de boom die steeds groeide, voelde dat zijn wortels zich van de aarde losmaakten.

"Dat is het allerbeste," zei de boom, "nu houdt geen band mij meer tegen! Ik kan omhoogvliegen naar het allerhoogste in licht en glans en al mijn geliefden vergezellen mij, kleine en grote! Allemaal!"

"Allemaal!"' Het was de droom van de eik en terwijl hij droomde loeide er een geweldige storm over zee en land in de heilige kerstnacht; de zee wentelde zware golven op het strand, de boom kraakte en werd met zijn gehele wortel losgerukt, juist op het ogenblik dat hij droomde dat zijn wortels zich losmaakten. Hij viel. Zijn driehonderd vijfenzestig jaren waren nu als de éne dag van het mugje.

Op kerstochtend, toen de zon opkwam, was de storm gaan liggen; alle kerkklokken luidden plechtig en uit iedere schoorsteen, zelfs uit de kleinste op het dak van de arme boer, steeg de rook op, blauw als van het altaar op het druïdenfeest, de offerrook van de dankbaarheid.

De zee werd stiller en stiller en op een groot schip daarbuiten, dat 's nachts het zware weer goed had doorstaan, werden nu alle vlaggen gehesen, mooi en plechtig als past voor het kerstfeest.

"De boom is weg! De oude eik, ons baken op het land!" zeiden de zeelui. "Hij is gevallen in deze stormnacht! Wie zal hem kunnen vervangen, dat kan niemand!"

Zulk een lijkrede, kort maar welgemeend, kreeg de eik die lag geveld op het sneeuwtapijt langs het strand; en over de boom klonk psalmgezang vanuit het schip, het gezang van de vreugde van het kerstfeest.

Ieder daarbuiten op het schip kwam bij het horen van het gezang en door het gebed in een blijde stemming.

Juist zoals de oude boom in de kerstnacht zich verhief in zijn laatste, schoonste droom.




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