DEUTSCH

Suppe von einem Wurstspeiler

DANSK

Suppe på en pølsepind


I. Suppe von einem Wurstspeiler.

"Das war gestern ein ausgezeichnetes Mittagessen" sagte eine alte Mäusedame zu einer anderen, die nicht mit dabei gewesen war. "Ich saß auf dem einundzwanzigsten Platz von dem alten Mäusekönig ab gerechnet, das ist etwas nichts Geringes. Über die Gänge kann ich Ihnen nur sagen, daß sie ausgezeichnet zusammengesetzt waren! Verschimmeltes Brot, Speckschwarte, Talglichte und Wurst und dann dasselbe noch einmal von vorne an. Es war ebensogut, als hätten wir zweimal Mahlzeit gehalten. Es war eine behagliche Stimmung und ein gemütlicher Wirrwar wie in einem Familienkreise. Nichts ist übrig geblieben außer den Wurstspeilern. Darüber wurde natürlich gesprochen und jemand meinte sogar, man könne aus einem Wurstspeiler Suppe kochen. Gehört hatte ja schon jeder davon, aber niemand hatte solche Suppe je gekostet, geschweige denn, daß er sie zu bereiten verstünde. Es wurde ein sehr hübsches Wohl auf den Erfinder der Suppe ausgebracht, er verdiene, Armenhausvorstand zu werden. War das nicht witzig? Und der alte Mäusekönig erhob sich und gelobte, daß diejenige von den jungen Mäuschen, die die besprochene Suppe am wohlschmeckendsten herzustellen verstünde, seine Königin werden sollte. Jahr und Tag sollten sie Bedenkzeit haben."

"Das wäre gar nicht so übel!" sagte die andere Maus, "aber wie bereitet man die Suppe zu?"

"Ja, wie bereitet man sie zu?" Danach fragten alle kleinen Mäuschen, die jungen und die alten. Jede wollte gern Königin werden, aber keine wollte die Unbequemlichkeit auf sich nehmen, in die weite Welt hinauszugehen, um es zu erlernen, aber es würde wohl doch notwendig werden. Doch es ist nicht jedem gegeben, die Familie und die alten traulichen Ecken und Winkel zu verlassen. Da draußen geht man nicht jeden Tag über Käserinden und riecht Speckschwarten, nein, man kann sogar dazu kommen, zu hungern, vielleicht auch dazu, lebendigen Leibes von einer Katze gefressen zu werden.

Diese Gedanken waren es wohl auch, die die meisten davon abschreckten, auf Kundschaft auszuziehen. Endlich fanden sich zur Abreise nur vier Mäusejungfrauen, jung und heiter, aber arm, bereit. Jede wollte an eine der vier Ecken der Welt ziehen nun kam es nur darauf an, welcher das Glück folgte. Jede nahm einen Wurstspeiler mit, um nicht zu vergessen, weshalb sie reiste; er sollte ihr Wanderstab sein.

Anfang Mai zogen sie von dannen, und in den ersten Maitagen, nach einem Jahre, kamen sie zurück, doch nur drei von ihnen, die vierte meldete sich nicht und ließ auch nichts von sich hören. Und nun war der Tag der Entscheidung.

"Daß doch immer ein bitterer Tropfen im Freudenbecher sein muß" sagte der Mäusekönig, gab aber doch Befehl, alle Mäuse viele Meilen im Umkreise einzuladen: sie sollten sich in der Küche versammeln. Die drei weitgereisten Mäusejungfrauen standen für sich in einer Reihe; für die vierte, die fehlte, war ein Wurstspeiler mit schwarzem Flor hingestellt worden. Niemand wagte seine Meinung zu sagen, ehe die drei gesprochen und der Mäusekönig gesagt haben würde, was weiter geschehen solle.


II. Was das erste Mäuschen auf der Reise gesehen und gelernt hatte.

"Als ich in die weite Welt hinauszog," sagte das Mäuschen, "glaubte ich wie so viele in meinem Alter, daß ich alle Weisheit der Welt in meinem Kopfe hätte. Ich ging sogleich zur See, und zwar mit einem Schiffe, das nach Norden steuerte. Ich hatte gehört, daß der Koch auf See es verstehen müsse, sich zu helfen. Aber es ist leicht, sich zu helfen, wenn alles mit Speckseiten, Pökelfleisch und stockigem Mehl gefüllt ist; man lebt ausgezeichnet! Aber man lernt nicht, wie man aus einem Wurstspeiler Suppe bereitet. Wir segelten viele Tage und Nächte lang, bald schlingerte das Schiff, bald hatten wir mit eindringendem Wasser zu kämpfen. Als wir an Ort und Stelle ankamen, verließ ich das Schiff; es war hoch oben im Norden.

s ist ein wunderlich Ding, aus dem heimatlichen Winkel auf ein Schiff zu kommen, das auch eine Art Winkel ist, und sich dann plötzlich über hundert Meilen entfernt im fremden Lande zu finden. Dort gab es wilde Tannen- und Birkenwälder; sie dufteten so stark. Aber ich mag das nicht. Die wilden Kräuter rochen so gewürzig, daß ich niesen und an Wurst denken mußte. Dort waren große Waldseen, in der Nähe sah ihr Wasser so klar aus, aber aus einigem Abstand gesehen war es schwarz wie Tinte. Da schwammen weiße Schwäne, ich hielt sie zuerst für Schaum, so stille lagen sie auf dem Wasser, doch dann sah ich sie fliegen und gehen und erkannte sie. Sie gehören zum Geschlecht der Gänse, das Blut läßt sich nicht verleugnen! Ich hielt mich zu meiner Art und schloß mich den Wald- und Feldmäusen an, die übrigens, besonders was feine Bewirtung angeht, blutig unwissend sind. Und das war es ja einzig und allein, wofür ich ins Ausland gereist war. Allein die Möglichkeit, aus einem Wurstspeiler Suppe zu kochen, schien ihnen ein so außerordentlicher Gedanke, daß es sich wie ein Lauffeuer durch den ganzen Wald verbreitete. Aber die Aufgabe zu lösen, rechneten sie durchaus zur Unmöglichkeit, und ich hätte am allerwenigsten gedacht, daß ich hier und noch in derselben Nacht in deren Zubereitung eingeweiht werden würde. Es war um Mittsommer; deshalb röche auch der Wald so stark, meinten sie, und deswegen seien auch die Kräuter so gewürzig, die Seen so klar und doch so dunkel mit den weißen Schwänen auf ihrem Wasser. Am Waldessaum, zwischen drei, vier Häusern war eine Stange aufgestellt, hoch wie ein Mastbaum, daran hingen Kränze und Bänder. Das war die Maistange. Mädchen und Burschen tanzten rund herum und sangen mit der Geige des Spielmanns um die Wette. Da ging es lustig zu beim Sonnenuntergang und im Mondenschein, aber ich ging nicht mit, was soll ein Mäuschen beim Ball im Walde! Ich saß in dem weichen Moos und hielt meinen Wurstspeiler in der Hand. Der Mond schien vor allem auf eine Stelle, wo ein Baum mit dem feinsten Moos unter sich stand, ein Moos so fein, ja, ich erkühne mich zu sagen, so fein, wie unseres Mäusekönigs Fell, aber es war von grüner Farbe, so daß es für die Augen eine Wohltat war. Da kamen auf einmal die niedlichsten kleinen Personen aufmarschiert, nicht größer, als daß sie gerade bis zu meinen Knien reichten. Sie sahen wie Menschen aus, aber besser proportioniert, sie nannten sich Elfen und trugen die feinsten Kleider aus Blumenblättern mit Fliegen- und Mückenflügelbesatz, es sah gar nicht übel aus. Bald schien es mir, als suchten sie etwas, ich wußte nicht was. Doch dann kamen ein paar von ihnen auf mich zu, der vornehmste zeigte auf meinen Wurstspeiler und sagte: 'Das ist gerade so einer, wie wir ihn brauchen! Er ist zugespitzt, das ist ausgezeichnet!' Und er wurde immer entzückter, während er meinen Wanderstab betrachtete."

"Nur leihen, aber nicht behalten!" sagte ich.

"Nicht behalten" sagten alle, ergriffen den Wurstspeiler, den ich losließ, und tanzten damit zu dem feinen Moosfleckchen. Dort richteten sie den Wurstspeiler mitten im Grünen auf. Sie wollten auch eine Maistange haben, und die, die sie nun hatten, war ja auch wie dafür geschaffen. Nun wurde sie geschmückt; ja, da bekam sie ein Aussehen!

Kleine Spinnen spannen Goldfäden darum und hängten wehende Schleier und Fahnen daran, so feingewebt, so schneeweiß im Mondenschein gebleicht, daß mir ordentlich die Augen schmerzten. Sie nahmen Farbe von den Schmetterlingsflügeln und streuten sie auf das weiße Linnen, da erschienen Blumen und Diamanten darauf, ich erkannte meinen Wurstspeiler nicht wieder. Solch eine Maistange fand gewiß nicht ihresgleichen in der Welt. Und nun kam erst die richtige große Elfengesellschaft, ganz ohne Kleider, das war das Feinste, und ich wurde eingeladen, den Staat mit anzusehen, aber aus einem gewissen Abstand, denn ich war ihnen zu groß.

Nun begann ein Musizieren. Es war, als ob tausend gläserne Glöckchen erklängen, so voll und lieblich tönte es; ich glaubte, es wären Schwäne, die dort sängen, ja, mir war fast, als hörte ich den Kuckuck und die Drossel heraus. Zuletzt war es gar, als erklänge der ganze Wald mit. Kinderstimmen, Glockenklang und Vogelsang verschmolzen zu einer einzigen lieblichen Melodie, und all die Herrlichkeit erklang aus der Maistange heraus wie aus einem Glockenspiel, und doch war es nur mein Wurstspeiler. Nie hätte ich geglaubt, daß so viel da herauskommen könnte, aber es kommt wohl immer darauf an, in welche Hände man gerät. Ich wurde wirklich ganz bewegt, ich weinte, wie nur ein Mäuschen weinen kann vor lauter Freude.

Die Nacht war allzu kurz! Aber sie ist nun einmal dort zu jener Zeit nicht länger. Beim Tagesgrauen wehte ein Lüftchen, der Wasserspiegel auf dem Waldsee kräuselte sich, all die feinen, schwebenden Schleier und Fahnen flogen durch die Luft dahin; die schaukelnden Lauben aus Spinneweb, die Hängebrücken und Balustraden oder wie sie nun heißen mögen, die dort von Blatt zu Blatt gespannt waren, verflogen wie nichts. Sechs Elfen kamen und brachten mir meinen Wurstspeiler, während sie fragten, ob ich irgend einen Wunsch hätte, den sie mir erfüllen könnten. Da bat ich sie, mir zu sagen, wie man Suppe aus einem Wurstspeiler bereiten könne.

"Wie wir das machen," sagte der Vornehmste und lachte "ja, das hast Du ja eben gesehen! Du kanntest wohl Deinen Wurstspeiler kaum wieder?"

"Also so meinen Sie es!" sagte ich und erzählte geradeheraus, weshalb ich auf Reisen wäre, und was man sich zuhause davon verspräche. "Welchen Gewinn," fragte ich, "hat der Mäusekönig und unser ganzes mächtiges Reich davon, daß ich all diese Herrlichkeit gesehen habe! Ich kann sie nicht aus dem Wurstspeiler herausschütteln und sagen: Seht, hier ist der Speiler, nun kommt die Suppe! Das wäre doch immerhin eine Art Nachgericht, wenn man satt wäre."

Da tauchte der Elf seinen kleinen Finger in die blaue Blüte eines Veilchens und sagte zu mir: "Gib acht, ich bestreiche Deinen Wanderstab, und wenn Du heim zum Schlosse des Mäusekönigs kommst, so berühre mit dem Stabe Deines Königs warme Brust. Dann werden Veilchen aus dem Stabe hervorblühen selbst in der kältesten Winterszeit, sieh, dann bringst Du doch etwas mit heim von uns, und nun bekommst Du noch etwas dazu." Aber bevor das Mäuschen sagte, was dieses Etwas wäre, richtete es den Stab gegen des Königs Brust, und wirklich, es sprang der herrlichste Blumenstrauß aus dem Stabe hervor. Er duftete so stark, daß der Mäusekönig den Mäusen, die am dichtesten am Schornstein standen, befahl, schnellsten ihre Schwänze über das Feuer zu halten, damit es ein bißchen angebrannt rieche, denn der Veilchenduft war nicht auszuhalten; er war nicht von der Art, wie man ihn hier schätzte.

"Aber was war das für ein Etwas dazu, von dem Du eben sprachst?" fragte der Mäusekönig.

"Ja," sagte das Mäuschen, "das ist das, was man den Knalleffekt nennt" und es drehte den Wurstspeiler um; da waren es keine Blumen mehr, nur den nackten Speiler hielt es in der Hand und erhob ihn wie einen Taktstock.

"Veilchen sind für die Augen, die Nase und das Herz," sagte der Elf zu mir, "doch es fehlt noch etwas für Ohren und Zunge." Dabei schlug es Takt und eine Musik setzte ein, nicht wie sie im Walde beim Fest der Elfen erklang, sondern wie sie in der Küche laut wird. Na, das war ein Tumult! Urplötzlich kam es, sauste wie der Wind durch alle Schornsteinrohre, Kessel und Töpfe kochten über, der Feuerhaken donnerte an den Messingkessel, und dann, ebenso plötzlich, war es wieder stille. Man hörte des Teekessels gedämpften Gesang, ganz wunderlich, man wußte nicht, wollte er beginnen oder aufhören. Und der kleine Topf kochte und der große Topf kochte, der eine kümmerte sich nicht um den anderen, es war, als habe der Topf seine Gedanken nicht beisammen. Und das kleine Mäuschen schwang seinen Taktstock wilder und wilder – die Töpfe schäumten, brodelten, kochten über, der Wind sauste, der Schornstein pfiff– hu ha, es wurde so grauenerregend, daß das kleine Mäuschen selbst den Stock fallen ließ.

"Das war eine schwierige Suppe" sagte der alte Mäusekönig, "wird sie nun angerichtet?"

"Das war alles!" sagte das Mäuschen und verneigte sich.

"Alles! ja, dann wollen wir hören, was die nächste zu sagen hat" sagte der Mäusekönig.

III. Was das zweite Mäuschen zu erzählen wußte.

"Ich bin in der Schloßbibliothek geboren," sagte die zweite Maus. "Ich und noch mehrere andere Mitglieder meiner Familie haben nie das Glück kennen gelernt, in ein Speisezimmer, geschweige denn in eine Speisekammer zu kommen. Als ich abreiste und dabei diesen Raum hier betrat, sah ich zum ersten Male eine Küche. Wir litten wirklich Hunger auf der Bibliothek, doch dafür eigneten wir uns mancherlei Kenntnisse an. Dort oben erreichte uns das Gerücht von dem königlichen Preise, der für die Bereitung einer Suppe aus einem Wurstspeiler ausgesetzt war. Nach einigem Nachdenken zog meine alte Großmutter ein Manuskript hervor, das sie zwar nicht lesen konnte, aber sie hatte es einst lesen hören. Darin stand: Ist man ein Dichter, so kann man selbst aus einem Wurstspeiler Suppe kochen. Sie fragte mich, ob ich Dichterin wäre. Ich wußte mich frei davon, und sie sagte mir, daß ich eben sehen müsse, eine zu werden. Ich erkundigte mich, was dazu nötig sei, denn es schien mir ebenso schwierig zu sein, wie das Suppe kochen. Doch meine Großmutter war wohlunterrichtet; sie sagte, daß drei Dinge dazu notwendig wären: Verstand, Fantasie und Gefühl! Könnte ich mir diese zu eigen machen, so wäre ich eine Dichterin und würde auch die Sache mit dem Wurstspeiler ins rechte Lot bringen. Und so zog ich nach Westen in die weite Welt hinaus, um Dichterin zu werden.

Verstand, das wußte ich, ist das Wichtigste bei jedem Dinge, die beiden anderen Teile genießen nicht die gleiche Achtung. So ging ich also zunächst auf den Verstand aus. Ja, wo mochte er wohnen? Geh zur Ameise und werde weise! hat einst ein großer König der Juden gesagt. Und ich ruhte und rastete nicht, bis ich einen großen Ameisenhaufen gefunden hatte. Dort legte ich mich auf die Lauer, um weise zu werden.

Die Ameisen sind ein sehr respektables Volk, sie sind nur auf Verstand eingestellt. Alles ist bei ihnen ein Rechenstück, bei dem die Probe aufs Exempel gemacht ist; es geht auf. Arbeiten und Eier legen, sagen sie, ist in der Zeit leben und für die Zukunft sorgen, und danach handeln sie. Sie scheiden sich in reine und unreine Ameisen, der Rang besteht in einer Nummer. Die Ameisenkönigin ist Nummer eins, und ihre Meinung ist die einzig richtige. Sie hatte alle Weisheit gepachtet und das zu wissen war für mich von Wichtigkeit. Sie sagte vieles, was so klug war, daß es mir dumm vorkam. Sie sagte auch, ihr Haufen sei das Höchste in dieser Welt. Aber dicht bei dem Haufen stand ein Baum, der höher war, viel höher, das ließ sich nicht ableugnen, deshalb sprach man nicht davon. Eines Abends hatte sich eine Ameise dorthin verirrt, war den Stamm hinaufgekrochen, nicht einmal bis zur Krone, aber doch höher, als je eine Ameise gekommen war. Und als sie umgekehrt und wieder nachhause gekommen war, erzählte sie im Haufen, daß es etwas weit Höheres draußen gäbe. Doch das hatten alle Ameisen als Beleidigung des ganzen Gemeinwesens aufgefaßt, und so wurde die Ameise zum Maulkorb und lebenslänglicher Einsamkeit verurteilt. Aber kurze Zeit darauf kam eine andere Ameise zu dem Baum und machte die gleiche Reise und Entdeckung. Sie sprach auch davon, jedoch, wie man sagte, mit Besonnenheit und in unklaren Ausdrücken, und da sie außerdem eine geachtete Ameise, eine von den reinen war, so glaubte man ihr, und als sie starb, wurde ihr eine Eierschale als Monument für ihre Verdienste um die Wissenschaften gesetzt." - "Ich sah," sagte das Mäuschen, "daß die Ameisen häufig mit ihren Eiern auf dem Rücken umherliefen. Eine von ihnen verlor das ihre und machte große Anstrengungen, es wieder aufzuladen, doch wollte es ihr nicht glücken. Zwei andere kamen Ihr mit allen Kräften zu Hülfe, so daß sie fast ihre eigenen Eier verloren hätten, da ließen sie es augenblicklich sein, denn jeder ist sich selbst der Nächste, und die Ameisenkönigin äußerte darüber, daß hierbei sowohl Herz als Verstand bewiesen worden wären. Diese beiden Eigenschaften stellen uns Ameisen an die Spitze der Vernunftswesen. Der Verstand soll und muß das Überwiegende sein, und ich habe den größten!" sagte sie und erhob sich auf den Hinterbeinen. Sie machte sich dadurch so deutlich erkennbar – ich konnte gar nicht fehl gehen – und so verschluckte ich sie. Geh zur Ameise und werde weise! Nun hatte ich die Königin!

Ich ging nun näher an den besprochenen Baum heran; es war eine Eiche mit hohem Stamm und mächtiger Krone, die sehr alt war. Ich wußte, daß hier ein lebendiges Geschöpf, eine Frau, wohne, die Dryade genannt wurde. Sie wird mit dem Baume zugleich geboren und stirbt mit ihm. Ich hatte davon auf der Bibliothek gehört. Nun sah ich solch einen Baum, sah solch ein Lebewesen. Sie stieß einen furchtbaren Schrei aus, als sie mich so nahe erblickte; sie hatte, wie alle Frauenzimmer, die größte Angst vor einer Maus, doch sie hatte dazu mehr Ursache als die anderen, denn ich hätte ja den Baum durchnagen können, an dem ihr Leben hing. Ich redete freundlich und herzlich mit ihr, sprach ihr Mut zu, und sie nahm mich auf ihre feine Hand. Als sie erfuhr, weshalb ich in die weite Welt hinausgegangen war, versprach sie mir, daß ich vielleicht schon am gleichen Abend einen der beiden Schätze, nach denen ich suchte, erhalten solle. Sie erzählte mir, das Phantasus ein recht guter Freund von ihr und schön wie der Liebesgott sei. Er pflege manche Stunde der Ruhe hier unter des Baumes dichtbelaubten Zweigen, die dann noch voller über ihnen beiden rauschten. Er nenne, sie seine Dryade, und den Baum seinen Baum. Die knorrige, mächtige schöne Eiche sei gerade nach seinem Sinne, die Wurzeln klammerten sich tief und fest in die Erde, Stamm und Krone erhöben sich hoch in die frische Luft und kannten den fegenden Schnee, die scharfen Winde und den warmen Sonnenschein, wie sie gekannt werden sollen. Und die Vögel sängen dort oben und erzählten von den fremden Ländern. Auf dem einzigen verdorrten Zweige habe der Storch sein Nest gebaut, das schmücke so hübsch, und man erfahre doch einiges vom Lande der Pyramiden. "AII dies hört Phantasus so gern," sagte sie, "es ist ihm sogar nicht genug, ich selbst muß ihm noch vom Leben im Walde erzählen von der Zeit an, wo ich noch klein war und der Baum so zart, daß eine Nessel ihn verbergen konnte, bis auf den heutigen Tag, wo er so groß und mächtig dasteht. Setz Dich nun hier unter den Waldmeister und gib acht: wenn Phantasus kommt, werde ich wohl Gelegenheit finden, ihn am Flügel zu zupfen und ihm dabei eine kleine Feder auszureißen. Die nimm dann, eine bessere bekam kein Dichter;– dann hast Du genug."

"Und Phantasus kam, die Feder wurde ihm ausgerissen und ich nahm sie," sagte das Mäuschen, "ich mußte sie aber erst in Wasser legen, damit sie weich würde, sie war immer noch sehr schwer verdaulich, aber ich knabberte, sie doch auf. Es ist gar nicht leicht, sich durchzubeißen, bis man ein Dichter ist, es ist gar viel, was man in sich aufnehmen muß. Nun hatte ich schon zwei von den Dingen, Verstand und Fantasie, und durch diese beiden wußte ich, daß das dritte auf der Bibliothek zu finden sei, denn ein großer Mann hat gesagt und geschrieben, daß es Romane gäbe, die nur dazu da seien, die Menschen von den überflüssigen Tränen zu befreien, sie seien so eine Art Schwamm, um die Gefühle aufzusaugen. Ich entsann mich ein paar dieser Bücher, sie waren mir immer ganz appetitlich vorgekommen, sie waren so zerlesen, so fettig, sie mußten ja ganze Gefühlsströme in sich aufgenommen haben.

Ich kehrte wieder nachhause in die Bibliothek zurück, aß sogleich ziemlich einen ganzen Roman auf, das heißt also das Weiche, das Eigentliche, die Rinde dagegen, den Einband, ließ ich liegen. Als ich ihn nun verdaut hatte und noch einen zweiten dazu, verspürte ich schon, wie es sich in mir regte; ich aß ein wenig von dem dritten, da war ich Dichterin. Das sagte ich mir selbst und den anderen auch. Ich hatte Kopfschmerzen. Leibschmerzen, ich weiß nicht mehr alle die Schmerzen, die ich hatte. Ich dachte nun darüber nach, welche Geschichte in Verbindung mit einem Wurstspeiler gesetzt werden könnte, und bald wimmelte es von Speilern in meinen Gedanken; die Ameisenkönigin hat einen ungewöhnlichen Verstand gehabt. Ich entsann mich des Mannes, der ein weißes Hölzchen in den Mund nahm, wodurch beide unsichtbar wurden, und so gingen über diese Geschichte meine Gedanken über alle Hölzchen und Speiler, von denen je eine Geschichte gehandelt hatte, sie gingen völlig in Speilern auf. Daraus müßte sich ein Gedicht machen lassen, wenn man Dichterin ist, und das bin ich, ich habe es mir sauer werden lassen. So werde ich nun jeden Tag mit einem Speiler, einer Geschichte, aufwarten können, ja, das ist eine Suppe."

"Nun wollen wir also die dritte hören" sagte der Mäusekönig.

"Piep, piep" sagte es in der Küchentür, eine kleine Maus, es war die vierte von ihnen, die totgeglaubte, eilte herein und rannte dabei den Wurstspeiler mit dem Trauerflor um. Sie war Tag und Nacht gelaufen, war auf der Eisenbahn mit einem Güterzug gefahren, wozu sie Gelegenheit gefunden hatte, und wäre doch fest zu spät gekommen. Sie drängte sich vor, sah ganz zerzaust aus und hatte wohl ihren Wurstspeiler, aber nicht ihre Sprache verloren; sie erzählte sogleich darauf los, als ob man nur auf sie gewartet hatte, das alles kam so unerwartet, daß niemand Zeit fand, sich über sie oder ihre Rede aufzuhalten, bevor sie damit fertig war. Nun wollen wir hören:

IV. Was die vierte Maus, die die Rede an sich riß, ehe die dritte Maus gesprochen hatte, zu erzählen wußte.

"Ich ging gleich in die Großstadt," sagte sie, "auf den Namen besinne ich mich nicht mehr, ich kann so schlecht Namen behalten. Von der Eisenbahn kam ich mit konfiszierten Gütern nach dem Rathause, und dort lief ich zu dem Kerkermeister. Er erzählte von seinen Gefangenen, besonders von einem, der unbesonnene Worte hatte fallen lassen, die dann weitererzählt worden waren. Er habe gesagt, daß das Ganze nur eine Suppe aus Wurstspeilern wäre, und diese Suppe könne ihn leicht den Kopf kosten. Das weckte mein Interesse für den Gefangenen," sagte die kleine Maus, "und so nahm ich die Gelegenheit wahr und schlüpfte zu ihm hinein. Hinter verschlossene Türen führt immer ein Mauseloch. Er sah bleich aus, hatte einen großen Bart und große, leuchtende Augen. Die Lampe rußte und die Wände waren daran gewöhnt, sie wurden nicht schwärzer. Der Gefangene ritzte Bilder und Verse hinein, Weiß auf Schwarz, aber ich las sie nicht. Ich glaube, er langweilte sich, und so war ich ein willkommener Gast. Er lockte mich mit Brotkrumen, mit Pfeifen und sanften Worten; er war so froh über mich! Da faßte ich Vertrauen, und wir wurden Freunde. Er teilte Brot und Wasser mit mir und gab mir Käse und Wurst. Ich lebte flott; aber es war hauptsächlich der gute Umgang, der mich fesselte. Er ließ mich auf seiner Hand und seinem Arm umherlaufen, bis ganz hinauf in den Ärmel. Er ließ mich in seinen Bart kriechen und nannte mich seine kleine Freundin, ich gewann ihn ordentlich lieb, so etwas ist eben gegenseitig. Ich vergaß mein Geschäft draußen in der Welt und vergaß meinen Wurstspeiler in einer Fußbodenritze, wo er heute noch liegt. Ich wollte bleiben, wo ich war. Wenn ich ging, so hatte ja der arme Gefangene gar niemanden, und das ist zu wenig in dieser Welt! Ich blieb also, aber er blieb nicht. Das letzte Mal sprach er so traurig mit mir; er gab mir doppelt soviel Brot und Käserinde und warf mir noch eine Kußhand zu; er ging und kam niemals wieder. Ich kenne seine Geschichte nicht. 'Suppe aus einem Wurstspeiler' sagte der Kerkermeister, und zu ihm ging ich, aber ihm hätte ich nicht trauen sollen. Wohl nahm er mich auf seine Hand, aber er setzte mich in einen Käfig, in eine Tretmühle. Das ist etwas Grauenhaftes. Man läuft und läuft und kommt nicht weiter und wird obendrein ausgelacht!

Des Kerkermeisters Enkelin war ein liebes kleines Ding, mit goldblondem Lockenhaar, fröhlichen Augen und einem lachenden Mund. 'Armes kleines Mäuschen' sagte sie, guckte in meinen häßlichen Käfig hinein, schob den eisernen Riegel zurück– und ich sprang hinab auf das Fensterbrett und in die Dachrinne hinaus. Frei, frei! Daran allein dachte ich, und nicht an meinen Reisezweck.

Es war dunkel, und es ging auf die Nacht zu. In einem alten Turm nahm ich Herberge; dort wohnte ein Wächter und eine Eule. Ich traute keinem von ihnen über den Weg, am wenigsten der Eule. Sie gleicht einer Katze und hat den großen Fehler, daß sie Mäuse frißt. Doch man kann sich irren, und das tat ich. Es war eine respektable, überaus gebildete alte Eule, sie wußte mehr als der Wächter und ebensoviel wie ich. Die jungen Eulen machten um jede Kleinigkeit ein großes Geschrei. 'Kocht keine Suppe aus einem Wurstspeiler' sagte sie, das war das Härteste, was sie ihnen sagen konnte, sie hatte soviel Gefühl für ihre eigene Familie. Ich faßte ein solches Vertrauen zu ihr, daß ich von der Spalte aus, wo ich saß, Piep sagte. Dies Zutrauen gefiel ihr, und sie versicherte mir, daß ich jetzt unter ihrem Schutze stände. Kein Tier dürfe mir ein Leides tun, das wolle sie selbst im Winter tun, wenn es mit der Kost knapp würde.

Sie war in allen Dingen gleich beschlagen; sie bewies mir, daß der Wächter ohne Horn nicht tuten könne, er bilde sich schrecklich viel darauf ein und glaube, er sei Eule im Turm! Etwas Großes solle es sein und sei doch nur etwas ganz Geringes, Suppe aus einem Wurstspeiler! Ich bat sie um das Rezept, und darauf erklärte sie mir folgendes: Suppe aus einem Wurstspeiler sei nur eine menschliche Redensart, der verschiedener Sinn untergelegt werden könne. Jeder glaube, seine Auslegung sei die rechte. Doch sei das Ganze eigentlich nichts!

Nichts? fragte ich; ich war tief betroffen. Die Wahrheit ist nicht immer angenehm, aber sie ist das Höchste, das sagte auch die alte Eule, Ich dachte darüber nach und sah ein, wenn ich das Höchste brächte, so brächte ich weit mehr, als die Suppe aus einem Wurstspeiler. Und so eilte ich davon, um noch rechtzeitig nachhause zu kommen und das Höchste und Beste hierher zu bringen: die Wahrheit! Die Mäuse sind ein aufgeklärtes Volk und der König ist es vor ihnen allen. Er ist imstande, mich um der Wahrheit willen zur Königin zu machen!"

"Deine Wahrheit ist Lüge!" sagte das Mäuschen, das noch keine Erlaubnis zum sprechen bekommen hatte. "Ich kann die Suppe bereiten und werde es tun!"

Wie es gemacht wird.

"Ich bin nicht gereist," sagte die vierte Maus, "ich blieb im Lande, das ist das einzig Richtige! Man braucht nicht zu reisen, man kann ebenso gut alles hier bekommen. Ich blieb! Ich habe meine Weisheit nicht von übernatürlichen Wesen bekommen, habe sie auch nicht gefressen oder habe mit Eulen gesprochen. Ich habe es durch eigenes Denken erreicht. Wollen Sie jetzt den Kessel aufsetzen und mit Wasser füllen, ganz bis zum Rand! Machen Sie Feuer darunter! So, und nun lassen Sie das Wasser kochen, bis es brodelt. Nun werfen Sie den Speiler hinein! Darauf wollen Seine Majestät der Mäusekönig allerhöchst seinen Schwanz in das kochende Wasser tauchen und damit umrühren! Je länger er rührt, umso kräftiger wird die Suppe. Das kostet nichts, und man braucht keine Zutaten, nur umrühren!"

"Kann es nicht ein anderer tun?" fragte der Mäusekönig.

"Nein!" sagte die Maus, "die Kraft ist nur im Schwanze des Mäusekönigs!"

Und das Wasser brodelte und der Mäusekönig stellte sich daneben, es war ein ganz gefährlicher Anblick! Er streckte seinen Schwanz aus, wie die Mäuse es in der Milchkammer tun, wenn sie die Sahne von einer Schüssel schöpfen und sich dann den Schwanz lecken. Doch er brachte ihn nur bis in den heißen Dampf, da sprang er eiligst wieder hinab und sagte: "Natürlich wirst Du meine Königin! Mit, der Suppe wollen wir bis zur goldenen Hochzeit warten, dann haben die Armen in meinem Reiche etwas, worauf sie sich freuen können, das wird eine lange Freude!"

Und so hielten sie Hochzeit; aber einige der Mäuse sagten, als sie nachhause kamen, das könne man doch nicht eine Suppe aus einem Wurstspeiler nennen, es wäre eher Mauseschwanzsuppe! Ein und das andere von dem, was erzählt worden war, fanden sie ganz gut aber das Ganze hatte anders sein müssen. "Ich würde es so oder so erzählt haben."

Das war die Kritik, und die ist immer so klug, hinterher.

Die Geschichte ging durch die ganze Welt, die Meinungen darüber waren geteilt, aber die Geschichte selbst blieb ganz. Und das ist das Wichtigste im großen wie im kleinen, auch für die Suppe aus einem Wurstspeiler. Doch soll man nie auf Dank rechnen!
I. »Suppe paa en Pølsepind.«

»Det var en udmærket Middag igaar!« sagde en gammel Hun-Muus til Een, der ikke havde været med ved det Gilde. »Jeg sad Nummer een og tyve fra den gamle Musekonge; det er ikke saa ringe endda! Skal jeg nu sige Dem Anretningerne, de vare meget godt satte sammen! muggent Brød, Fleskesvær, Tællelys og Pølse, - og saa det samme forfra igjen; det var saagodtsom om vi fik to Maaltider. Der var en behagelig Stemning og gemytligt Vrøvl, som i en Familiekreds; ikke det Mindste blev der levnet uden Pølsepindene; dem talte vi saa om og da kom det for, at lave Suppe paa en Pølsepind; hørt herom havde jo Enhver, men Ingen havde smagt den Suppe, end sige forstod at lave den. Der blev udbragt en nydelig Skaal for Opfinderen, han fortjente at være Fattigforstander! var det ikke vittigt? Og den gamle Musekonge reiste sig op og lovede, at den af de unge Muus, der kunde lave meest velsmagende omtalte Suppe, skulde blive hans Dronning, Aar og Dag skulde de have Betænknings-Tid.«

»Det var ikke saa galt endda!« sagde den anden Muus; »men hvorledes laver man den Suppe?«

»Ja hvorledes laver man den! det spurgte de ogsaa om, alle Hun-Musene, de Unge og de Gamle. Alle vilde de gjerne være Dronning, men nødig vilde de have Uleiligheden med at gaae ud i den vide Verden for at lære det, og det blev nok nødvendigt! men det er da heller ikke givet Enhver at forlade Familie og de gamle Krinkelkroge; ude gaaer man ikke hver Dag paa Osteskorpe og lugter Fleskesvær, nei sulte kan man komme til, ja maaskee blive levende ædt af en Kat!«

Disse Tanker var det nok ogsaa, som skræmmede de Fleste fra at drage ud paa Kundskab; der fremstillede sig til Afreise kun fire Muus, unge og vævre, men fattige; de vilde gaae hver til et af Verdens fire Hjørner, saa kom det an paa hvem Lykken fulgte; hver af dem tog en Pølsepind med sig, for at huske hvad de reiste for; den skulde være deres Vandrestav.

Først i Maj drog de bort og først i Maj, Aaret efter, kom de tilbage, men kun de Tre, den Fjerde mældte sig ikke, lod ikke høre fra sig og nu var det Afgjørelsens Dag.

»»Der skal nu altid hænge noget Sørgeligt ved Eens bedste Fornøielse!«« sagde Musekongen, men gav Ordre til at indbyde alle Muus i mange Miles Omkreds; de skulde samles i Kjøkkenet; de tre Reise-Muus stode i Række og alene; for den Fjerde, som manglede, var stillet en Pølsepind med sort Flor om. Ingen turde sige sin Mening før de Tre havde talt og Musekongen havde sagt, hvad der videre skulde siges.

Nu faae vi at høre!«

II.
Hvad den første lille Muus havde seet og lært paa Reisen.

»Da jeg drog ud i den vide Verden,« sagde den lille Muus, »troede jeg, som saa Mange i min Alder, at jeg havde slugt al Verdens Viisdom, men det har man ikke, der hører Aar og Dag dertil før det skeer. Jeg gik strax tilsøes; jeg gik med et Skib, som skulde Nord paa; jeg havde hørt, at paa Havet maatte Kokken forstaae at hjelpe sig, men det er let at hjelpe sig, naar man har fuldt op med Fleske-Sider, Saltmads-Tønder og oret Meel; man lever delikat! men man lærer ikke Noget, der kan bringe Suppe af en Pølsepind. Vi seilede mange Nætter og Dage, vi havde det med Slingren og med Vaadt. Da vi saa kom hvorhen vi skulde, saa forlod jeg Fartøiet; det var høit oppe i Norden.

Det er underligt at komme hjemme fra sin egen Krinkelkrog, gaae med Skib, der ogsaa er en Slags Krinkelkrog, og saa pludselig være over hundrede Mile borte og staae i et fremmedt Land. Der var vildsomme Skove med Gran og Birk, de duftede saa stærkt; jeg holder ikke af det! de vilde Urter lugtede saa krydrede, jeg nøs, jeg tænkte paa Pølse. Der var store Skovsøer, Vandet saae klart ud nær ved, men seet i Afstand, sort som Blæk, der flød hvide Svaner, jeg antog dem for Skum, saa stille laae de, men jeg saae dem flyve og jeg saae dem gaae, saa kjendte jeg dem; de høre til Gaasens Slægt, seer man nok paa Gangen, Ingen kan fornægte sit Familieskab! jeg holdt mig til min Slags, jeg sluttede mig til Skov- og Markmusene, der iøvrigt veed grumme lidt, især hvad Tractement angaaer, og det var jo det, at jeg reiste udenlands for. At det kunde tænkes at lave Suppe paa en Pølsepind var dem en saa overordentlig Tanke, at den gik strax gjennem hele Skoven, men at den Opgave kunde løses, henregnede de til Umuelighed, mindst tænkte jeg da, at jeg her, og det endnu den samme Nat, skulde blive indviet i Lavningen. Det var Midsommer, derfor duftede Skoven saa stærkt, sagde de, derfor vare Urterne saa krydrede, Søerne saa klare og dog saa mørke med de hvide Svaner paa. I Skovkanten, mellem tre fire Huse var reist en Stang høi som en Stormast, og øverst paa den hang Krandse og Baand, det var Maistangen; Piger og Karle dandsede rundt om den og sang dertil omkap med Spillemandens Violin. Det gik lystigt til ved Solnedgang og i Maaneskin, men jeg tog ikke med, hvad skal en lille Muus paa Skovbal! jeg sad i det bløde Mos, og holdt paa min Pølsepind. Maanen skinnede især paa een Plet, hvor der var et Træ med et Mos, saa fiint, ja, jeg tør sige saa fiint, som Musekongens Skind, men det havde en grøn Farve, saa at det var en Velgjerning for Øinene. Da kom der lige med Eet opmarscherende de yndigste smaa Personer, ikke større end at de kunde naae mig til Knæet, de saae ud som Mennesker, men de vare bedre proportionerede, de kaldte sig Alfer og havde fine Klæder af Blomsterblade med Flue- og Mygge-Vinge-Besætning, slet ikke galt. Det var strax som om de søgte efter Noget, jeg vidste ikke hvad, men saa kom der et Par Stykker hen til mig, den Fornemste af dem pegede paa min Pølsepind og sagde: »det er netop saadan een vi bruge! den er tilskaaret, den er udmærket!« og han blev meer og meer henrykt, idet han saae paa min Vandrestav.

»Nok laane, men ikke beholde!« sagde jeg.

»Ikke beholde!« sagde de Allesammen, toge om Pølsepinden, som jeg slap og de dandsede med den hen til den fine Mosplet, reiste Pølsepinden der, midt i det Grønne. De vilde ogsaa have en Maistang og den de nu havde var jo ogsaa for dem, som skaaret dertil. Nu blev den pyntet; ja da fik den Syn!

Smaa Edderkopper spandt Guldtraad om den, ophængte vaiende Slør og Paner, saa fine vævede, saa sneehvide blegede i Maaneskin, at det skar mig i mine Øine; de tog Farver af Sommerfuglens Vinger og dryssede paa de hvide Lin og der skinnede Blomster og Diamanter, jeg kjendte ikke igjen meer min Pølsepind; saadan en Maistang, som den var blevet, fandtes der vist ikke Mage til i Verden. Og nu først kom det rigtige store Alfe-Selskab, det var ganske uden Klæder, finere kunde det ikke være, og jeg blev indbudt til at see paa Stadsen, men i Afstand, for jeg var dem for stor.

Nu begyndte der et Spil! det var som om tusinde Glasklokker klang, saa fuldt og stærkt, jeg troede, det var Svanerne der sang, ja jeg syntes, at jeg ogsaa kunde høre Gjøg og Drossel, det var tilsidst som om hele Skoven klang med, der var Børnestemmer, Klokkeklang og Fuglesang, de yndigste Melodier, og al den Deilighed klang ud fra Alfernes Maistang, den var et heelt Klokkespil og det var min Pølsepind. Saameget havde jeg aldrig troet, at der kunde komme ud af den, men det kommer nok an paa hvilke Hænder den kommer i. Jeg blev virkelig saa bevæget; jeg græd, som en lille Muus kan græde, af bare Fornøielse.

Natten var altfor kort! men den er nu ikke længere paa den Tid deroppe. I Dagningen kom der en Luftning, Vandspeilet paa Skovsøen krusedes, alle de fine svævende Slør og Faner fløi hen i Luften; de gyngende Kjosker af Spindelvæv, Hængebroer og Balustrader, hvad de nu hedde, der var reist fra Blad til Blad, fløi som Ingenting; sex Alfer kom og bragte mig min Pølsepind, idet de spurgte om jeg havde noget Ønske, de kunde opfylde; da bad jeg dem sige mig, hvorledes man laver Suppe paa en Pølsepind.

»Hvorledes vi bære os ad!« sagde den Fornemste og loe, »ja det har Du da nyligt seet! Du kjendte vel knap igjen din Pølsepind!«

»De mene paa den Maade!« sagde jeg, og fortalte ligefrem hvorfor jeg var paa Reise, og hvad man hjemme ventede sig af denne. »Hvad Gavn,« spurgte jeg, »har Musekongen og hele vort mægtige Rige af, at jeg har seet denne Deilighed! jeg kan ikke ryste den ud af Pølsepinden og sige: see her er Pinden, nu kommer Suppen! det var jo altid dog en Slags Anretning, naar man var mæt!«

Da dyppede Alfen sin lille Finger ned i en blaa Viol, og sagde til mig: »pas paa! jeg bestryger din Vandrestav og naar Du saa kommer hjem til Musekongens Slot, rør da med Staven ved din Konges varme Bryst, saa springer der Violer ud om den hele Stav og det selv i den koldeste Vintertid. See der har Du da Noget hjem og endnu lidt till«« men før den lille Muus sagde hvad dette lidt var, vendte hun sin Stav mod Kongens Bryst, og virkeligt, der sprang frem den deiligste Bouqvet Violer, der duftede saa stærkt, at Musekongen befalede, at de Muus, som stode nærmest Skorstenen, strax skulde stikke deres Haler ind i Ilden, at man kunde faae lidt sveden Lugt, for den Violduft var ikke til at holde ud, det var ikke den Slags, man holdt af.

»Men hvad var det lidt til, Du talte om!« spurgte Musekongen.

»Ja,« sagde den lille Muus, »det er det, som man nok kalder Effecten!« og saa vendte hun Pølsepinden, og da var der ingen Blomster meer, hun holdt kun den nøgne Pind og den løftede hun ligesom en Taktstok.

»»Violer er for Synet, Lugten og Følelsen,« sagde Alfen mig, »men der er endnu tilbage for Hørelsen og Smagen!«« Og saa slog hun Takt; det var Musik, ikke som den klang i Skoven ved Alfernes Fest, nei som den kan høres i Kjøkkenet. Naa, det var en Laven! Det kom med Eet, ligesom om Vinden susede gjennem alle Skorsteens-Rør, Kedler og Potter kogte over, Ildskuffen dundrede paa Messingkedlen, og saa, lige med Eet blev det stille; man hørte Theekedlens dæmpede Sang, saa underlig, man forstod slet ikke om den holdt op eller begyndte; og den lille Potte kogte og den store Potte kogte, den ene brød sig ikke om den anden, det var, som om der ikke var Tanke i Potten. Og den lille Muus svingede sin Taktstok vildere og vildere, - Potterne skummede, boblede, kogte over, Vinden susede, Skorstenen peeb - hu ha! det blev saa forfærdeligt at den lille Muus selv tabte Stokken.

»Det var en svær Suppe!« sagde den gamle Musekonge, »kommer nu ikke Anretningen?«

»Det var det Hele!« sagde den lille Muus og neiede.

»Det Hele! ja lad os saa høre hvad den Næste har at sige!« sagde Musekongen.

III.
Hvad den anden lille Muus vidste at fortælle.

»Jeg er født i Slots-Bibliotheket,« sagde den anden Muus, »jeg og flere af min Familie der har aldrig kjendt den Lykke at komme i Spisestuen, end sige i Spisekammeret; først da jeg reiste og nu i Dag her, saae jeg et Kjøkken. Vi lede virkeligt tidt Sult paa Bibliotheket, men vi fik mange Kundskaber. Derop naaede til os Rygtet om den kongelige Priis, der var udsat for at lave Suppe paa en Pølsepind, og da var det min gamle Bedstemoder, der trak frem et Manuskript, hun kunde ikke læse det, men hun havde hørt det læse, deri stod: »»er man en Digter, saa kan man koge Suppe paa en Pølsepind.«« Hun spurgte mig, om jeg var en Digter. Jeg vidste mig fri, og hun sagde, at saa maatte jeg gaae og see til at blive det; men hvad udfordres dertil, spurgte jeg, for det var mig ligesaa vanskeligt at udfinde, som at lave Suppen; men Bedstemoder havde hørt Læsning; hun sagde, at der vare tre Hoveddele nødvendige: »»Forstand, Phantasie og Følelse! kan Du gaae og faae dem ind i Dig, saa er Du Digter, og saa kommer Du nok ud af det med Pølsepinden.««

Og saa gik jeg vesterpaa ud i den vide Verden for at blive Digter.

Forstand vidste jeg er i enhver Ting det Vigtigste, de to andre Dele have ikke den Agtelse! saa gik jeg altsaa først ud efter Forstanden; ja, hvor boer den? Gak til Myren og bliv viis! har en stor Konge i Jødeland sagt, det vidste jeg fra Bibliotheket, og jeg standsede ikke, før jeg kom til den første store Myretue, der lagde jeg mig paa Luur for at blive viis.

Det er et meget respectabelt Folkefærd Myrerne, de ere bare Forstand, Alt hos dem er som et rigtigtgjort Regnestykke, det gaaer op. At arbeide og at lægge Æg, sige de, er at leve i Tiden og sørge for Eftertiden og det gjør de da. De dele sig i de rene Myrer og i de skidne; Rangen bestaaer i et Nummer, Myredronningen er Nummer eet og hendes Mening er den eneste rigtige, hun har slugt al Viisdom, og det var af Vigtighed for mig at vide! Hun sagde saa Meget, det var saa klogt, at jeg syntes det var dumt. Hun sagde, at deres Tue var det Høieste i denne Verden, men tæt ved Tuen stod et Træ, det var høiere, meget høiere, det kunde ikke benægtes og saa talte man ikke derom; en Aften havde en Myre forvildet sig derhen, krøbet op ad Stammen, ikke til Kronen en Gang, men dog høiere, end nogen Myre før var kommen, og da den vendte om og fandt hjem, fortalte den i Tuen, om Noget langt høiere udenfor, men det havde alle Myrerne fundet fornærmeligt mod hele Samfundet og saa blev Myren dømt til Mundkurv og vedvarende Eensomhed; men kort Tid efter kom en anden Myre til Træet og gjorde samme Reise og Opdagelse, og den talte derom, som man sagde, med Besindighed og Utydelighed og da den dertil var en agtet Myre, een af de rene, saa troede man den, og da den døde, satte de en Æggeskal for den, som Monument, for de agtede Videnskaber. Jeg saae,« sagde den lille Muus, »at Myrerne ideligt løb med deres Æg paa Byggen; Een af dem tabte sit, hun havde stor Anstrængelse med at faae det op igjen, men det vilde ikke lykkes, da kom der to andre og hjalp til af alle Kræfter, saa at de nær havde tabt deres egne Æg, men saa lode de øieblikkelig igjen være, for man er sig selv nærmest; og Myredronningen sagde derom, at her var viist Hjerte og Forstand. »»De To stille os Myrer øverst blandt Fornuftvæsnerne. Forstanden maa og bør være den overveiende og jeg har den største!«« og saa reiste hun sig paa de bageste Been, hun var saa kjendelig, - jeg kunde ikke tage Feil; og jeg slugte hende. Gak til Myren og bliv viis! nu havde jeg Dronningen!

Jeg gik nu nærmere hen til det omtalte store Træ, det var en Eeg, den havde høi Stamme, mægtig Krone og var meget gammel; jeg vidste, at her boede en levende Skabning, en Qvinde, Dryade kaldes hun, fødes med Træet og døer med det; jeg havde hørt derom paa Bibliotheket; nu saae jeg saadant et Træ, saae saadan en Egepige; hun gav et forfærdeligt Skrig, da hun saae mig saa nær; hun var som alle Fruentimmer meget angest for Muus, men hun havde da ogsaa mere Aarsag, end de Andre, for jeg kunde gnave Træet over og ved det hang jo hendes Liv. Jeg talte til hende venligt og inderligt, gav hende Mod, og hun tog mig paa sin fine Haand og da hun fik at vide, hvorfor jeg var gaaet ud i den vide Verden, lovede hun, at jeg skulde maaskee allerede samme Aften erholde een af de to Skatte, jeg endnu søgte om. Hun fortalte mig, at Phantasus var hendes meget gode Ven, at han var saa deilig som Kjærligheds-Guden, og at han mangen Stund her tog Hvile under Træets løvfulde Grene, der da susede endnu stærkere hen over dem begge To, han kaldte hende sin Dryade, sagde hun, Træet sit Træ, den knudrede, mægtige skjønne Eeg var just efter hans Sind, Rødderne bredte sig dybt og fast ned i Jorden, Stammen og Kronen løftede sig høit i den friske Luft og kjendte den fygende Snee, de skarpe Vinde og det varme Solskin, som det skal kjendes. Ja saadan talte hun, »»Fuglene synge deroppe og fortælle om de fremmede Lande! og paa den eneste udgaaede Green har Storken bygget Rede, det pynter godt og man faaer lidt at høre fra Pyramidernes Land. Alt det kan Phantasus godt lide, det er ham ikke engang nok, jeg selv maa fortælle for ham om Livet i Skoven fra jeg var lille og Træet var spæd, saa at en Nelde kunde skjule det, og indtil nu, det er blevet saa stort og mægtigt. Sid Du nu henne under Skovmærkerne og pas vel paa, jeg skal naar Phantasus kommer, nok finde Leilighed til at knibe ham i Vingen, og ruske en lille Fjer af, tag den, en bedre fik ingen Digter; - saa har Du nok!««

Og Phantasus kom, Fjeren blev reven af og jeg greb den,« sagde den lille Muus, »jeg holdt den i Vand til den blev blød! - den var endnu saa svær at fordøie, men jeg fik den gnavet op! Det er slet ikke let at gnave sig til Digter, der er saa Meget man maa tage i sig. Nu havde jeg da de to, Forstand og Phantasie, og ved dem vidste jeg nu, den tredie Ting var at finde paa Bibliotheket, idet en stor Mand har sagt og skrevet, at der gives Romaner, som alene ere til for at befrie Menneskene fra de overflødige Taarer, altsaa ere en Slags Svamp til at optage Følelser i. Jeg huskede paa et Par af disse Bøger, de havde altid seet mig ganske appetitelige ud, de vare saa læste, saa fedtede, de maatte have optaget i sig et uendeligt Væld.

Jeg gik hjem i Bibliotheket, aad strax saa godt som en heel Roman, det vil sige det Bløde, det Egentlige, derimod Skorpen, Bindet lod jeg ligge. Da jeg nu havde fordøiet den og een til, fornam jeg allerede hvorledes det rørte sig indeni mig, jeg aad lidt af den Tredie, og saa var jeg Digter, det sagde jeg mig selv og det sagde jeg de Andre med! jeg havde Hovedpine, Indvoldspine, jeg veed ikke alle de Piner, jeg havde, jeg tænkte nu over, hvilke Historier der maatte kunne sættes i Forbindelse med en Pølsepind, og saa fik jeg saa mange Pinde i min Tanke, Myredronningen har havt en ualmindelig Forstand, jeg huskede paa Manden, der tog en hvid Pind i Munden og saa var baade han og Pinden usynlig; jeg tænkte paa gammelt Øl med en Pind i, staae paa Pinde, at sætte en Pind for og saa Pinden til Eens Liigkiste. Alle mine Tanker gik op i Pinde! og om dem maatte der kunne digtes naar man er en Digter, og det er jeg, det har jeg slidt mig til! Jeg vil saaledes hver Dag i Ugen kunde opvarte dem med en Pind, en Historie, - ja det er min Suppe!«

»Lad os saa høre den Tredie!« sagde Musekongen.

»Pi! pi!« sagde det i Kjøkkendøren og en lille Muus, det var den Fjerde af dem, den, de troede død, pilede ind, den løb Pølsepinden med det sorte Flor paa overende, den havde løbet Nat og Dag, den var gaaet paa Jernbane med Godstog, som den fandt Leilighed til, og dog var den næsten kommet for silde; den trængte sig frem, saae forpjusket ud, havde tabt sin Pølsepind men ikke Mælet, den talte ligestrax, ligesom om man kun ventede paa den, kun vilde høre paa den, alt Andet i Verden kom ikke Verden ved; den talte strax, talte sig ud; den kom saa uventet, at Ingen fik Tid til at opholde sig over den og over dens Tale, medens den talte. Nu skal vi høre!

IV.
Hvad den fjerde Muus, som talte før den tredie havde talt, vidste at fortælle.

»Jeg gik strax til den største Stad,« sagde den, »Navnet husker jeg ikke, jeg husker ikke godt Navne. Jeg kom fra Jernbanen med confiskeret Gods paa Raadstuen og der løb jeg til Slutteren; han talte om sine Fanger, især om Een, der havde talt ubesindige Ord, og om dem var igjen blevet talt, og talt, læst og paaskrevet; »»det Hele er Suppe paa en Pølsepind!«« sagde han, »»men den Suppe kan koste ham hans Knap!«« det gav mig Interesse for den Fangne,« sagde den lille Muus, »og jeg tog Leiligheden iagt og slap ind til ham; der er altid bag laasede Døre et Musehul! Han saae bleg ud, havde et stort Skjæg og store skinnende Øine. Lampen osede og Væggene vare vante dertil, de bleve ikke sortere. Fangen ridsede baade Billeder og Vers, med Hvidt paa Sort, jeg læste dem ikke. Jeg troer han kjedede sig; jeg var en velkommen Gjest. Han lokkede mig med Brødsmuler, med Fløiten og milde Ord; han var saa glad ved mig; jeg fik Tillid til ham og saa bleve vi Venner. Han deelte med mig Brød og Vand, gav mig Ost og Pølse; jeg levede flot; men det var dog især den gode Omgang, maa jeg sige, som holdt mig. Han lod mig løbe paa sin Haand og Arm, heelt op i Ærmet; han lod mig krybe i sit Skjæg, kaldte mig sin lille Ven; jeg fik ham ordentlig kjær; saadant Noget er nok gjensidigt! Jeg glemte mit Ærinde ude i den vide Verden, glemte min Pølsepind i en Sprække af Gulvet; der ligger den endnu. Jeg vilde blive hvor jeg var; gik jeg bort, da havde jo den stakkels Fange slet Ingen, og det er for lidt i denne Verden! Jeg blev, han blev ikke! han talte til mig saa sørgeligt den sidste Gang, gav mig dobbelt saa meget Brød og Osteskorpe, kyssede saa paa sine Fingre ad mig; han gik og kom aldrig mere. Jeg kjender ikke hans Historie. »»Suppe paa en Pølsepind!«« sagde Slutteren og til ham gik jeg, men ham skulde jeg ikke have troet; han tog mig vel paa sin Haand, men han satte mig i Buur, i Trædemølle; det er voldsomt! man løber og løber, ligelangt kommer man og er kun til Griin!

Slutterens Barnebarn var en yndig lille Een, med guldgule krøllede Haar, Øine saa glade og en Mund der loe. »»Stakkels lille Muus!«« sagde hun, kigede ind i mit fæle Buur, trak Jernpinden fra - og jeg sprang ned i Vindueskarmen og ud i Tagrenden. Fri, fri! det alene tænkte jeg paa og ikke Reisens Maal!

Det var mørkt, det var mod Nattetider, jeg tog Herberg i et gammelt Taarn, der boede en Vægter og en Ugle; jeg troede ingen af dem, mindst Uglen; den ligner en Kat og har den store Feil, at den æder Muus; men man kan tage Feil, og det gjorde jeg; det var en respectabel, overmaade dannet, gammel Ugle, hun vidste mere end Vægteren og ligesaa meget som jeg; Ugleungerne gjorde Ophævelser over enhver Ting; »»lav ikke Suppe paa en Pølsepind!«« sagde hun, det var det allerhaardeste hun kunde sige her, hun havde saa megen Inderlighed for sin egen Familie. Jeg fik saadan en Tillid til hende, at jeg sagde Pip fra Sprækken, hvor jeg sad; den Tiltro syntes hun godt om og forsikkrede mig, at jeg skulde være i hendes Beskyttelse; intet Dyr skulde faae Lov at gjøre mig Fortræd, det vilde hun selv gjøre til Vinter, naar der blev Trang paa Kosten.

Hun var klog i Eet og Alt; hun beviiste mig, at Vægteren ikke kunde tude uden i et Horn, som hang løst ved ham; »»han bilder sig forfærdeligt ind deraf, troer han er Ugle i Taarnet! stort skal det være, men lidt er det! Suppe paa en Pølsepind!«« Jeg bad hende om at faae Opskriften, og saa forklarede hun mig det: »»Suppe paa en Pølsepind er kun en menneskelig Talemaade og forstaaes paa forskjellig Maade, og hver troer sin er den rigtigste; men det Hele er egentligt ikke Noget!««

»»Ikke Noget!«« sagde jeg. Det slog mig! Sandheden er ikke altid behagelig, men Sandheden er det Høieste! det sagde ogsaa den gamle Ugle. Jeg tænkte derover og indsaae, at naar jeg bragte det Høieste, saa bragte jeg meget mere end Suppe paa en Pølsepind. Og saa skyndte jeg mig afsted, for at komme endnu i rette Tid hjem og bringe det Høieste og Bedste: Sandheden. Musene ere et oplyst Folkefærd og Musekongen er over dem Allesammen. Han er istand til at gjøre mig til Dronning for Sandhedens Skyld.«

»Din Sandhed er Løgn!« sagde den Muus, som endnu ikke havde faaet Lov at tale. »Jeg kan lave Suppen og det skal jeg!«

V.
Hvorledes den blev lavet.

»Jeg har ikke reist,« sagde den fjerde Muus, »jeg blev i Landet, det er det Rigtige! man behøver ikke at reise, man kan faae Alt ligesaa godt her. Jeg blev! jeg har ikke lært mit af overnaturlige Væsner, ikke ædt mig det til eller talt med Ugler. Jeg har mit ved Selvtænkning. Vil De nu bare faae Kedlen sat paa, fyldt Vand i, heelt op! gjør Ild under! lad det brænde, faae Vandet i Kog, det maa skrupkoge! kast nu Pinden i! Vil derpaa Musekongen behage at stikke Halen ned i det Skrupkogende og røre om! jo længer han rører, desto kraftigere bliver Suppen; det koster ikke Noget! der behøves ingen Tilsætninger, - kun røre om!«

»Kan en Anden ikke gjøre det?« spurgte Musekongen.

»Nei,« sagde Musen, »den Kraft er kun i Musekongens Hale!«

Og Vandet skrupkogte, og Musekongen stillede sig tæt ved, det var næsten farligt, og han stak Halen ud, saaledes som Musene gjøre i Melkestuen, naar de skumme Fløden af et Fad og derpaa slikke Halen, men han fik sin kun ind i den varme Damp, saa sprang han strax ned: »Naturligviis, Du er min Dronning!« sagde han, »Suppen ville vi vente med til vort Guldbryllup, saa har de Fattige i mit Rige Noget at glæde sig til og en lang Glæde!«

Og saa holdt de Bryllup; men flere af Musene, da de kom hjem, sagde: »man kunde da ikke kalde det Suppe paa en Pølsepind, det var snarere Suppe paa en Musehale!« - Eet og Andet af hvad der blev fortalt, fandt de, var ganske godt givet, men det Hele kunde være anderledes! »jeg vilde nu have fortalt saaledes og saaledes - -!«

Det var Kritiken, og den er altid saa klog - bag efter.

Og den Historie gik Verden rundt, Meningerne om den vare deelte, men Historien selv blev heel; og det er det Rigtigste i Stort og Smaat, i Suppe paa en Pølsepind; man maa bare ikke vente Tak for den!




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