DEUTSCH

Das alte Haus

ENGLISH

The old house


Drüben in der Straße stand ein altes, altes Haus, das war fast dreihundert Jahr alt, so konnte man an einem Balken lesen, an dem die Jahreszahl zugleich mit Tulpen und Hopfenranken eingekerbt war. Da standen ganze Verse in der Schreibweise alter Tage, und über jedem Fenster war ein fratzenhaftes Gesicht in den Balken eingeschnitten. Das obere Stockwerk hing weit über das untere, und unter dem Dache war eine Bleirinne mit Drachenköpfen. Das Regenwasser sollte aus dem Rachen herauslaufen, aber es lief aus dem Bauche, denn es war ein Loch in der Rinne.

Alle anderen Häuser in der Straße waren so neu und so nett, mit großen Scheiben und glatten Wänden, und man konnte wohl sehen, daß sie nichts mit dem alten Haus zu tun haben wollten. Sie dachten wohl: "Wie lange soll das Gerümpel hier noch der Straße zur Schande stehen bleiben. Der Erker steht so weit heraus, daß niemand aus unseren Fenstern sehen kann, was auf der anderen Seite geschieht! Die Treppe ist so breit, wie bei einem Schloß und so hoch wie bei einem Kirchturm. Das Eisengeländer sieht ja aus, wie die Tür zu einem alten Erbbegräbnis, dazu hat es noch Messingknöpfe. Das ist geschmacklos!"

Gerade gegenüber in der Straße standen auch neue und nette Häuser, und sie dachten wie die anderen. Aber am Fenster saß hier ein kleiner Knabe mit frischen, roten Wangen, mit klaren, strahlenden Augen, dem das alte Haus am besten gefiel sowohl im Sonnenschein wie im Mondschein. Wenn er nach der Mauer hinüber sah, wo der Kalk abgebröckelt war, konnte er sitzen und sich die wunderbarsten Bilder ausdenken: wie wohl die Straße früher ausgesehen haben mochte mit Treppen, Erkern und spitzen Giebeln. Er konnte Soldaten mit Hellebarden sehen, und Dachrinnen, die wie Drachen und Lindwürmer herumliefen. – Das war so recht ein Haus zum Betrachten. Und drüben wohnte ein alter Mann; der ging in Kniehosen, hatte einen Rock mit großen Messingknöpfen und eine Perrücke, bei der man sehen konnte, daß es eine wirkliche Perrücke war. Jeden Morgen kam ein alter Diener zu ihm, der aufräumte und Gänge besorgte. Sonst war der alte Mann in den Kniehosen ganz allein in dem alten Hause. Zwischendurch kam er wohl einmal ans Fenster und sah hinaus, und der kleine Knabe nickte zu ihm hinüber; der alte Mann nickte wieder, und so wurden sie Bekannte, und so wurden sie Freunde, obwohl sie niemals miteinander gesprochen hatten. Aber das war auch unnötig.

Der kleine Knabe hörte seine Eltern sagen: "Der alte Mann da drüben hat es gut, aber er ist so schrecklich allein!"

Am nächsten Sonntag nahm der kleine Knabe etwas, wickelte es in ein Stück Papier, ging vor die Tür, und als der Diener, der die Gänge besorgte, vorbeikam, sagte er zu ihm: "Hör, willst Du dem alten Mann da drüben das von mir bringen? Ich habe zwei Zinnsoldaten, dies ist der eine; er soll ihn haben, denn ich weiß, daß er so schrecklich allein ist."

Und der alte Diener sah ganz vergnügt aus, nickte und trug den Zinnsoldaten hinüber in das alte Haus. Darauf kam von drüben ein Bote mit der Anfrage, ob der kleine Knabe wohl Lust hätte, selbst einmal herüber zu kommen und Besuch zu machen. Dazu bekam er von seinen Eltern Erlaubnis, und so kam er in das alte Haus hinüber.

Die Messingknöpfe am Treppengeländer glänzten viel stärker als sonst. Man hätte glauben mögen, daß sie des Besuches wegen poliert worden wären. Und es war, als ob die geschnitzten Trompeter – denn es waren geschnitzte Trompeter an der Tür, die in den Tulpen standen – aus Leibeskräften bliesen; ihre Backen sahen viel dicker aus als zuvor. Ja, sie bliesen: "Tratteratra. Der kleine Knabe kommt. Tratteratra!" und dann ging die Türe auf. Den ganzen Gang entlang hingen alte Porträts, Ritter in Harnischen und Frauen in Seidenkleidern. Und die Harnische rasselten und die seiden Kleider raschelten! Dann kam eine Treppe, die ging ein großes Stück hinauf und ein kleines hinab und dann war man auf einem Altan, der freilich sehr altersschwach und voller großer Löcher und Risse war, aber daraus hervor wuchsen Gras und Blätter; denn der ganze Altan, der Hof und die Mauern waren mit soviel Grün bewachsen, daß es wie ein Garten aussah. Aber es war nur ein Altan. Hier standen alte Blumentöpfe, die Gesichter und Eselsohren hatten. Die Blumen darin wuchsen aber ganz wie sie selbst wollten. In dem einen Topf liefen die Nelken nach allen Seiten über den Rand, das heißt das Grüne, Schößling neben Schößling, und ganz deutlich sagten sie: "Die Luft hat mich gestreichelt, die Sonne hat mich geküßt und mir am Sonntag eine kleine Blume versprochen, eine kleine Blume am Sonntag."

Und dann kamen sie in eine Kammer hinein, wo die Wände mit Schweinsleder bezogen waren, darauf waren goldene Blumen gedruckt.

"Vergoldung vergeht, aber Schweinsleder besteht" sagten die Wände.

Und Lehnstühle standen da mit hohen Rücken, über und über geschnitzt, und mit Armen an beiden Seiten. "Sitz nieder! Sitz nieder!" sagten sie; "O, wie es in mir knackt! Nun bekomme ich die Gicht wie der alte Schrank. Gicht im Rücken. O!"

Und dann kam der kleine Knabe in die Stube hinein, wo der Erker war und wo der alte Mann saß.

"Schönen Dank für den Zinnsoldaten, mein kleiner Freund" sagte der alte Mann. "Und Dank, daß Du zu mir herüberkommst!"

"Dank, Dank," oder "Knack, Knack," sagte es in allen Möbeln. Da waren so viele, daß sie sich fast im Wege standen, um den kleinen Knaben anzusehen.

Mitten an der Wand hing eine Malerei mit einer wunderschönen Dame, so jung, so froh, aber ganz so gekleidet, wie vor alten Zeiten, mit Puder im Haar und Kleidern, die ganz steif um sie herum standen. Sie sagte weder "Dank" noch "Knack," aber sah mit ihren freundlichen Augen den kleinen Knaben an, der sogleich den alten Mann fragte: "Wo hast Du sie her bekommen?"

"Drüben vom Trödler" sagte der alte Mann. "Da hängen soviele Bilder. Keiner kennt sie mehr und macht sich etwas daraus, denn alle sind nun begraben. Aber in alten Tagen habe ich sie gekannt; nun ist sie tot schon seit fast einem halben Jahrhundert"

Und unter der Malerei hing unter Glas ein verwelkter Blumenstrauß. Der hatte gewiß auch ein halbes Jahrhundert gesehen, so alt war er. Und der Perpendikel an der großen Uhr ging hin und her und der Zeiger drehte sich und alle Dinge in der Stube wurden immer älter, aber das merkten sie nicht.

"Sie sagen zuhause," sagte der kleine Knabe, "daß Du so schrecklich einsam bist."

"O," sagte er, "die alten Gedanken mit allem, was sie so mit sich führen können, kommen und besuchen mich, und nun kommst Du ja auch. Mir geht es ganz gut."

Und dann nahm er vom Bücherbrett ein Buch mit Bildern. Darin waren ganze Aufzüge, die wunderlichsten Karossen, die man heute nicht mehr zu sehen bekommt, Soldaten wie auf den Spielkarten und Bürger mit wehenden Fahnen. Die Schneider hatten eine mit einer Schere, die von zwei Löwen gehalten wurde, und die Schuhmacher hatten eine ohne Stiefel, aber mit einem Adler, der zwei Köpfe besaß, denn die Schuhmacher müssen alles so haben, daß sie sagen können: das ist ein Paar. – Ja, das war ein Bilderbuch.

Und der alte Mann ging in die andere Stube, um Eingezuckertes und Äpfel und Nüsse zu holen; – es war wirklich prächtig hier drüben in dem alten Hause.

"Ich kann es nicht aushalten!" sagte der Zinnsoldat, der auf der Kommode stand; "hier ist es so einsam und traurig; nein, wenn man einmal Familienleben kennen gelernt hat, kann man sich hier nicht eingewöhnen. – Ich kann das nicht aushalten! Der ganze Tag ist so lang und der Abend noch länger. Hier ist es nicht wie drüben bei Dir, wo Deine Mutter und Dein Vater so fröhlich miteinander sprachen, und wo Du und alle Ihr süßen Kinder einen so prächtigen Spektakel machtet! Nein, wie allein der alte Mann ist. Glaubst Du, er bekommt einen Kuß? Glaubst Du, jemand macht ihm freundliche Augen oder einen Weihnachtsbaum? Er bekommt gar nichts, nur ein Begräbnis – Ich kann das nicht aushalten!"

"Du mußt es nicht so schwer nehmen!" sagte der kleine Knabe, "mir kommt es hier herrlich vor, und alle die alten Gedanken mit dem, was sie so mit sich führen können, kommen ja auch und machen Besuch."

"Ja, die sehe ich nicht, und die kenne ich nicht" sagte der Zinnsoldat. "Ich kann das nicht aushalten!"

"Das mußt Du" sagte der kleine Knabe.

Und der alte Mann kam mit dem vergnügtesten Gesicht und mit dem herrlichsten Eingemachten und Äpfeln und Nüssen, und da dachte der kleine Knabe nicht mehr an den Zinnsoldaten.

Glücklich und froh kam der kleine Knabe heim. Es vergingen Wochen und Tage, es wurde zu dem alten Hause und von dem alten Hause hinübergenickt, und dann kam der kleine Knabe wieder hinüber.

Und die geschnitzten Trompeter bliesen: "Tratteratra. Da ist der kleine Knabe. Tratteratra" Und Schwerter und Rüstungen auf den alten Ritterbildern rasselten und die Seidenkleider raschelten, das Schweinsleder sprach und die alten Stühle hatten Gicht im Rücken: "au!" Es war ganz genau wie beim ersten Mal, denn hier drüben war ein Tag und eine Stunde ganz wie die andere.

"Ich kann das nicht aushalten!" sagte der Zinnsoldat. "Ich habe Zinn geweint! Hier ist es allzu traurig laß mich lieber in den Krieg ziehen und Arme und Beine verlieren! Das ist doch eine Abwechslung. Ich kann das nicht aushalten! – nun weiß ich, was das heißt, Besuch von seinen alten Gedanken zu bekommen, mit dem was sie mit sich führen können. Ich habe von meinen Besuch gehabt, und Du kannst mir glauben, es ist kein Vergnügen auf die Dauer. Ich war zuletzt nahe daran, von der Kommode zu springen. Euch alle da drüben sah ich so deutlich, als ob Ihr wirklich hier wäret; es war wieder der Sonntagmorgen – Du weißt doch noch. Alle Ihr Kinder standet vor dem Tische und sangt Eure Lieder, wie Ihr sie jeden Morgen singt. Ihr standet andächtig mit gefalteten Händen, und Vater und Mutter waren ebenso feierlich, und dann ging die Tür auf, und die kleine Schwester Maria, die noch nicht zwei Jahre alt war, und die immer tanzte, wenn sie Musik oder Gesang hörte, was für eine Art es auch sein mochte, wurde hereingeschoben. Sie sollte es nun eigentlich nicht – aber sie fing an zu tanzen, konnte jedoch nicht recht in den Takt kommen, denn die Töne waren so lang, und so stand sie erst auf dem einen Bein und bog den Kopf ganz nach vorn über, und dann auf dem andern Bein und den Kopf noch weiter vornüber, aber es wollte nicht recht gehen. Ihr standet alle ganz ernst da, obgleich es recht schwer hielt damit; ich aber lachte innerlich, und deshalb fiel ich vom Tische herunter und bekam eine Beule, mit der ich jetzt noch gehe, denn es war nicht recht von mir, zu lachen. Aber das Ganze zieht jetzt wieder innerlich an mir vorüber und noch manches andere, was ich so erlebt habe. Das werden wohl die alten Gedanken sein, mit allem, was sie mit sich führen können. Sag mir, singt Ihr noch immer an den Sonntagen? Erzähle mir ein bischen von der kleinen Maria. Und wie geht es meinem Kameraden, dem andern Zinnsoldaten? Ja, er ist wirklich glücklich. Ich kann das nicht aushalten."

"Du bist weggeschenkt!" sagte der kleine Knabe. "Du mußt bleiben. Kannst Du das nicht einsehen?"


Und der alte Mann kam mit einem Kasten, worin es viele Dinge zu sehen gab, seltsame, kleine Häuschen, Balsambüchsen und alte Karten, so groß und dick vergoldet, wie man sie jetzt gar nicht mehr sieht. Und es wurden große Schubladen aufgezogen und das Klavier wurde geöffnet; das hatte eine Landschaft inwendig auf dem Deckel und war ganz heiser, als der alte Mann darauf spielte. Er summte dabei eine alte Weise.

"Ja, die konnte sie singen" sagte er, und dann nickte er zu dem Porträt hinüber, das er beim Trödler gekauft hatte, und des alten Mannes Augen leuchteten auf.

"Ich will in den Krieg! Ich will in den Kriegt" rief plötzlich der Zinnsoldat so laut er konnte und stürzte sich auf den Fußboden.

Ja, wo war er geblieben? Der alte Mann suchte, der kleine Knabe suchte, aber fort war er und fort blieb er. "Ich werde ihn schon finden!" sagte der Alte, aber er fand ihn nie mehr! Der Fußboden hatte allzu große Löcher und Ritzen. Der Zinnsoldat war durch eine Spalte gefallen, und dort lag er im offenen Grabe.

Und der Tag verging, und der kleine Knabe kam heim, und die Woche verging und noch viele Wochen. Die Fenster waren ganz zugefroren. Der kleine Knabe mußte sitzen und darauf blasen, um ein Guckloch zu dem alten Haus hinüber zu bekommen. Dort war der Schnee in alle Schnörkel und Inschriften hineingefegt. Er lag dicht über der Treppe, gerade, als sei niemand dort zuhause. Und es war auch niemand zuhause, der alte Mann war tot.

Am Abend hielt ein Wagen davor, und zu ihm herunter trug man ihn in seinem Sarge. Er sollte draußen auf dem Lande in seinem Erbbegräbnis beerdigt werden. Da fuhr er nun, aber niemand folgte, alle seine Freunde waren ja tot. Nur der kleine Knabe warf dem Sarge viele Kußhände nach, als er fortfuhr.

Einige Tage später war Auktion in dem alten Hause, und der kleine Knabe sah von seinem Fenster aus, wie man die alten Ritter und die alten Damen, die Blumentöpfe mit den langen Ohren, die alten Stühle und die alten Schränke wegtrug. Einiges kam hierhin, einiges dorthin. Das Porträt von ihr, das er beim Trödler gefunden hatte, kam wieder zum Trödler und dort blieb es hängen; denn nun kannte sie niemand mehr, und niemand kümmerte sich um das alte Bild.

Im Frühjahr riß man auch das Haus nieder, denn es sei nur ein altes Gerümpel, sagten die Leute. Von der Straße aus konnte man gerade in die Stuben mit dem Schweinslederbezug hineinsehen, der zerfetzt und heruntergerissen wurde. Und all das Grüne hing vom Altan wild um die fallenden Balken herab. – Und dann wurde dort aufgeräumt.

"Das half!" sagten die Nachbarhäuser.

Und es wurde ein herrliches, neues Haus dort gebaut mit großen Fenstern und weißen, glatten Mauern. Aber vorne, wo eigentlich das alte Haus gestanden hatte, wurde ein kleiner Garten angelegt, und zu des Nachbarhauses Mauern hinauf wuchsen wilde Weinranken. Vor den Garten kam ein großes eisernes Gitter mit eiserner Tür; das sah gar stattlich aus. Die Leute standen still und schauten hinein. Und die Spatzen hingen sich dutzendweil an die Weinranken und nahmen einander das Wort vom Munde, so gut sie konnten, aber es war nicht das alte Haus, worüber sie sprachen, denn darauf konnten sie sich nicht besinnen. Es waren nun schon so viele Jahre darüber hingegangen, daß der kleine Knabe zu einem großen Manne herangewachsen war, ja, zu einem tüchtigen Mann, an dem seine Eltern Freude hatten. Er hatte sich eben verheiratet und war mit seiner kleinen Frau hier in das Haus gezogen, wo der Garten war. Und er stand dort bei ihr, während sie eine Feldblume pflanzte, die sie gar niedlich fand. Sie pflanzte sie mit ihrer kleinen Hand und klopfte die Erde mit den Fingern fest. – Au, was war das? Sie hatte sich gestochen. Da saß etwas Spitzes gerade oben auf der weichen Erde.

Es war – ja denk nur. Es war der Zinnsoldat, er, der bei dem alten Mann da oben fortgekommen war, der inzwischen bei Zimmerholz und Schutt herumgebummelt, sich tüchtig getummelt und zuletzt viele Jahre lang in der Erde gelegen hatte.

Und die junge Frau wischte den Soldaten zuerst mit einem grünen Blatte, dann mit ihrem feinen Taschentuch ab; das hatte einen so lieblichen Duft. Und es war dem Zinnsoldaten, als erwache er aus einer Ohnmacht.

"Laß mich sehen!" sagte der junge Mann, dann lachte er und schüttelte den Kopf. "Ja, er kann es wohl nicht gut sein, aber er erinnert mich an eine Geschichte mit einem Zinnsoldaten, die geschah, als ich noch ein kleiner Knabe war." Und dann erzählte er seiner Frau von dem alten Hause und dem alten Manne und dem Zinnsoldaten, den er ihm hinübergeschickt hatte, weil er so schrecklich allein war. Und er erzählte es ganz genau so, wie es wirklich gewesen war, so daß der jungen Frau Tränen in die Augen stiegen über das alte Haus und den alten Mann.

"Es kann doch sein, daß es derselbe Zinnsoldat ist!" sagte sie. "Ich will ihn aufbewahren und alles behalten, was Du mir erzählt hast. Aber des alten Mannes Grab mußt Du mir zeigen!"

"Ja, das weiß ich nicht," sagte er, "und niemand weiß es. Alle seine Freunde waren tot, niemand kümmerte sich darum, und ich war ja ein kleiner Knabe."

"Wie schrecklich allein muß er gewesen sein." sagte sie.

"Schrecklich allein!" sagte der Zinnsoldat, "aber es ist herrlich, nicht vergessen zu sein."

"Herrlich!" rief etwas dicht daneben; aber niemand außer dem Zinnsoldaten sah, daß es ein Fetzen von dem schweinsledernen Bezuge war. Er war ohne alle Vergoldung und sah aus wie nasse Erde, aber eine Meinung hatte er, und die sprach er aus:

"Vergoldung vergeht, Aber Schweinsleder besteht." Doch das glaubte der Zinnsoldat nicht.
A very old house stood once in a street with several that were quite new and clean. The date of its erection had been carved on one of the beams, and surrounded by scrolls formed of tulips and hop-tendrils; by this date it could be seen that the old house was nearly three hundred years old. Verses too were written over the windows in old-fashioned letters, and grotesque faces, curiously carved, grinned at you from under the cornices. One story projected a long way over the other, and under the roof ran a leaden gutter, with a dragon's head at the end. The rain was intended to pour out at the dragon's mouth, but it ran out of his body instead, for there was a hole in the gutter. The other houses in the street were new and well built, with large window panes and smooth walls. Any one could see they had nothing to do with the old house. Perhaps they thought, "How long will that heap of rubbish remain here to be a disgrace to the whole street. The parapet projects so far forward that no one can see out of our windows what is going on in that direction. The stairs are as broad as the staircase of a castle, and as steep as if they led to a church-tower. The iron railing looks like the gate of a cemetery, and there are brass knobs upon it. It is really too ridiculous."

Opposite to the old house were more nice new houses, which had just the same opinion as their neighbors.

At the window of one of them sat a little boy with fresh rosy cheeks, and clear sparkling eyes, who was very fond of the old house, in sunshine or in moonlight. He would sit and look at the wall from which the plaster had in some places fallen off, and fancy all sorts of scenes which had been in former times. How the street must have looked when the houses had all gable roofs, open staircases, and gutters with dragons at the spout. He could even see soldiers walking about with halberds. Certainly it was a very good house to look at for amusement.

An old man lived in it, who wore knee-breeches, a coat with large brass buttons, and a wig, which any one could see was a real wig. Every morning an old man came to clean the rooms, and to wait upon him, otherwise the old man in the knee-breeches would have been quite alone in the house. Sometimes he came to one of the windows and looked out; then the little boy nodded to him, and the old man nodded back again, till they became acquainted, and were friends, although they had never spoken to each other; but that was of no consequence.

The little boy one day heard his parents say, "The old man opposite is very well off, but is terribly lonely." The next Sunday morning the little boy wrapped something in a piece of paper and took it to the door of the old house, and said to the attendant who waited upon the old man, "Will you please give this from me to the gentleman who lives here; I have two tin soldiers, and this is one of them, and he shall have it, because I know he is terribly lonely."

And the old attendant nodded and looked very pleased, and then he carried the tin soldier into the house.

Afterwards he was sent over to ask the little boy if he would not like to pay a visit himself. His parents gave him permission, and so it was that he gained admission to the old house.

The brassy knobs on the railings shone more brightly than ever, as if they had been polished on account of his visit; and on the door were carved trumpeters standing in tulips, and it seemed as if they were blowing with all their might, their cheeks were so puffed out. "Tanta-ra-ra, the little boy is coming; Tanta-ra-ra, the little boy is coming."

Then the door opened. All round the hall hung old portraits of knights in armor, and ladies in silk gowns; and the armor rattled, and the silk dresses rustled. Then came a staircase which went up a long way, and then came down a little way and led to a balcony, which was in a very ruinous state. There were large holes and long cracks, out of which grew grass and leaves, indeed the whole balcony, the courtyard, and the walls were so overgrown with green that they looked like a garden. In the balcony stood flower-pots, on which were heads having asses' ears, but the flowers in them grew just as they pleased. In one pot pinks were growing all over the sides, at least the green leaves were shooting forth stalk and stem, and saying as plainly as they could speak, "The air has fanned me, the sun has kissed me, and I am promised a little flower for next Sunday- really for next Sunday."

Then they entered a room in which the walls were covered with leather, and the leather had golden flowers stamped upon it.

"Gilding will fade in damp weather,
To endure, there is nothing like leather,"

said the walls. Chairs handsomely carved, with elbows on each side, and with very high backs, stood in the room, and as they creaked they seemed to say, "Sit down. Oh dear, how I am creaking. I shall certainly have the gout like the old cupboard. Gout in my back, ugh."

And then the little boy entered the room where the old man sat.

"Thank you for the tin soldier my little friend," said the old man, "and thank you also for coming to see me."

"Thanks, thanks," or "Creak, creak," said all the furniture.

There was so much that the pieces of furniture stood in each other's way to get a sight of the little boy.

On the wall near the centre of the room hung the picture of a beautiful lady, young and gay, dressed in the fashion of the olden times, with powdered hair, and a full, stiff skirt. She said neither "thanks" nor "creak," but she looked down upon the little boy with her mild eyes; and then he said to the old man,

"Where did you get that picture?"

"From the shop opposite," he replied. "Many portraits hang there that none seem to trouble themselves about. The persons they represent have been dead and buried long since. But I knew this lady many years ago, and she has been dead nearly half a century."

Under a glass beneath the picture hung a nosegay of withered flowers, which were no doubt half a century old too, at least they appeared so.

And the pendulum of the old clock went to and fro, and the hands turned round; and as time passed on, everything in the room grew older, but no one seemed to notice it.

"They say at home," said the little boy, "that you are very lonely."

"Oh," replied the old man, "I have pleasant thoughts of all that has passed, recalled by memory; and now you are come to visit me, and that is very pleasant."

Then he took from the book-case, a book full of pictures representing long processions of wonderful coaches, such as are never seen at the present time. Soldiers like the knave of clubs, and citizens with waving banners. The tailors had a flag with a pair of scissors supported by two lions, and on the shoemakers' flag there were not boots, but an eagle with two heads, for the shoemakers must have everything arranged so that they can say, "This is a pair." What a picture-book it was; and then the old man went into another room to fetch apples and nuts. It was very pleasant, certainly, to be in that old house.

"I cannot endure it," said the tin soldier, who stood on a shelf, "it is so lonely and dull here. I have been accustomed to live in a family, and I cannot get used to this life. I cannot bear it. The whole day is long enough, but the evening is longer. It is not here like it was in your house opposite, when your father and mother talked so cheerfully together, while you and all the dear children made such a delightful noise. No, it is all lonely in the old man's house. Do you think he gets any kisses? Do you think he ever has friendly looks, or a Christmas tree? He will have nothing now but the grave. Oh, I cannot bear it."

"You must not look only on the sorrowful side," said the little boy; "I think everything in this house is beautiful, and all the old pleasant thoughts come back here to pay visits."

"Ah, but I never see any, and I don't know them," said the tin soldier, "and I cannot bear it."

"You must bear it," said the little boy. Then the old man came back with a pleasant face; and brought with him beautiful preserved fruits, as well as apples and nuts; and the little boy thought no more of the tin soldier. How happy and delighted the little boy was; and after he returned home, and while days and weeks passed, a great deal of nodding took place from one house to the other, and then the little boy went to pay another visit. The carved trumpeters blew "Tanta-ra-ra. There is the little boy. Tanta-ra-ra." The swords and armor on the old knight's pictures rattled. The silk dresses rustled, the leather repeated its rhyme, and the old chairs had the gout in their backs, and cried, "Creak;" it was all exactly like the first time; for in that house, one day and one hour were just like another. "I cannot bear it any longer," said the tin soldier; "I have wept tears of tin, it is so melancholy here. Let me go to the wars, and lose an arm or a leg, that would be some change; I cannot bear it. Now I know what it is to have visits from one's old recollections, and all they bring with them. I have had visits from mine, and you may believe me it is not altogether pleasant. I was very nearly jumping from the shelf. I saw you all in your house opposite, as if you were really present. It was Sunday morning, and you children stood round the table, singing the hymn that you sing every morning. You were standing quietly, with your hands folded, and your father and mother. You were standing quietly, with your hands folded, and your father and mother were looking just as serious, when the door opened, and your little sister Maria, who is not two years old, was brought into the room. You know she always dances when she hears music and singing of any sort; so she began to dance immediately, although she ought not to have done so, but she could not get into the right time because the tune was so slow; so she stood first on one leg and then on the other, and bent her head very low, but it would not suit the music. You all stood looking very grave, although it was very difficult to do so, but I laughed so to myself that I fell down from the table, and got a bruise, which is there still; I know it was not right to laugh. So all this, and everything else that I have seen, keeps running in my head, and these must be the old recollections that bring so many thoughts with them. Tell me whether you still sing on Sundays, and tell me about your little sister Maria, and how my old comrade is, the other tin soldier. Ah, really he must be very happy; I cannot endure this life."


"You are given away," said the little boy; "you must stay. Don't you see that?" Then the old man came in, with a box containing many curious things to show him. Rouge-pots, scent-boxes, and old cards, so large and so richly gilded, that none are ever seen like them in these days. And there were smaller boxes to look at, and the piano was opened, and inside the lid were painted landscapes. But when the old man played, the piano sounded quite out of tune. Then he looked at the picture he had bought at the broker's, and his eyes sparkled brightly as he nodded at it, and said, "Ah, she could sing that tune."

"I will go to the wars! I will go to the wars!" cried the tin soldier as loud as he could, and threw himself down on the floor. Where could he have fallen? The old man searched, and the little boy searched, but he was gone, and could not be found. "I shall find him again," said the old man, but he did not find him. The boards of the floor were open and full of holes. The tin soldier had fallen through a crack between the boards, and lay there now in an open grave. The day went by, and the little boy returned home; the week passed, and many more weeks. It was winter, and the windows were quite frozen, so the little boy was obliged to breathe on the panes, and rub a hole to peep through at the old house. Snow drifts were lying in all the scrolls and on the inscriptions, and the steps were covered with snow as if no one were at home. And indeed nobody was home, for the old man was dead. In the evening, a hearse stopped at the door, and the old man in his coffin was placed in it. He was to be taken to the country to be buried there in his own grave; so they carried him away; no one followed him, for all his friends were dead; and the little boy kissed his hand to the coffin as the hearse moved away with it. A few days after, there was an auction at the old house, and from his window the little boy saw the people carrying away the pictures of old knights and ladies, the flower-pots with the long ears, the old chairs, and the cup-boards. Some were taken one way, some another. Her portrait, which had been bought at the picture dealer's, went back again to his shop, and there it remained, for no one seemed to know her, or to care for the old picture. In the spring; they began to pull the house itself down; people called it complete rubbish. From the street could be seen the room in which the walls were covered with leather, ragged and torn, and the green in the balcony hung straggling over the beams; they pulled it down quickly, for it looked ready to fall, and at last it was cleared away altogether. "What a good riddance," said the neighbors' houses. Very shortly, a fine new house was built farther back from the road; it had lofty windows and smooth walls, but in front, on the spot where the old house really stood, a little garden was planted, and wild vines grew up over the neighboring walls; in front of the garden were large iron railings and a great gate, which looked very stately. People used to stop and peep through the railings. The sparrows assembled in dozens upon the wild vines, and chattered all together as loud as they could, but not about the old house; none of them could remember it, for many years had passed by, so many indeed, that the little boy was now a man, and a really good man too, and his parents were very proud of him. He was just married, and had come, with his young wife, to reside in the new house with the garden in front of it, and now he stood there by her side while she planted a field flower that she thought very pretty. She was planting it herself with her little hands, and pressing down the earth with her fingers. "Oh dear, what was that?" she exclaimed, as something pricked her. Out of the soft earth something was sticking up. It was– only think!– it was really the tin soldier, the very same which had been lost up in the old man's room, and had been hidden among old wood and rubbish for a long time, till it sunk into the earth, where it must have been for many years. And the young wife wiped the soldier, first with a green leaf, and then with her fine pocket-handkerchief, that smelt of such beautiful perfume. And the tin soldier felt as if he was recovering from a fainting fit. "Let me see him," said the young man, and then he smiled and shook his head, and said, "It can scarcely be the same, but it reminds me of something that happened to one of my tin soldiers when I was a little boy." And then he told his wife about the old house and the old man, and of the tin soldier which he had sent across, because he thought the old man was lonely; and he related the story so clearly that tears came into the eyes of the young wife for the old house and the old man. "It is very likely that this is really the same soldier," said she, "and I will take care of him, and always remember what you have told me; but some day you must show me the old man's grave."

"I don't know where it is," he replied; "no one knows. All his friends are dead; no one took care of him, and I was only a little boy."

"Oh, how dreadfully lonely he must have been," said she.

"Yes, terribly lonely," cried the tin soldier; "still it is delightful not to be forgotten."

"Delightful indeed," cried a voice quite near to them; no one but the tin soldier saw that it came from a rag of the leather which hung in tatters; it had lost all its gilding, and looked like wet earth, but it had an opinion, and it spoke it thus:–

"Gilding will fade in damp weather,
To endure, there is nothing like leather."

But the tin soldier did not believe any such thing.




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