DEUTSCH

Die alte Straßenlaterne

DANSK

Den gamle gadelygte


Hast du die Geschichte von der alten Straßenlaterne gehört? Sie ist gar nicht sehr belustigend, doch einmal kann man sie wohl hören. Es war eine gute, alte Straßenlaterne, die viele, viele Jahre gedient hatte, aber jetzt entfernt werden sollte. Es war der letzte Abend, an dem sie auf dem Pfahle saß und in der Straße leuchtete, und es war ihr zumute wie einer alten Tänzerin, die den letzten Abend tanzt und weiß, daß sie morgen vergessen in der Bodenkammer sitzt. Die Laterne hatte Furcht vor dem morgigen Tage, denn sie wußte, daß sie dann zum erstenmal auf das Rathaus kommen und von dem hochlöblichen Rat beurteilt werden sollte, ob sie noch tauglich oder unbrauchbar sei.

Da sollte bestimmt werden, ob sie nach einer der Brücken hinausgeschickt werden könne, um dort zu leuchten, oder auf das Land in eine Fabrik; vielleicht sollte sie geradezu in eine Eisengießerei kommen und umgeschmolzen werden. Dann konnte freilich alles aus ihr werden, aber es peinigte sie, daß sie nicht wußte, ob sie dann die Erinnerung daran behalten würde, daß sie eine Straßenlaterne gewesen war.

Wie es nun auch werden mochte, so werde sie doch vom Wächter und seiner Frau getrennt werden, die sie ganz wie ihre Familie betrachteten. Sie wurde zur Laterne, als er Wächter wurde. Damals war die Frau sehr vornehm, und wenn sie des Abends an der Laterne vorüberging, blickte sie diese an, am Tage aber nie. Dagegen in den letzten Jahren, als sie alle drei, der Wächter, seine Frau und die Laterne, alt geworden waren, hatte die Frau sie auch gepflegt, die Lampe abgeputzt und Öl eingegossen. Es war ein ehrliches Ehepaar, sie hatten die Lampe um keinen Tropfen betrogen. Es war der letzte Abend auf der Straße, und morgen sollte sie auf das Rathaus; das waren zwei finstere Gedanken für die Laterne, und so kann man wohl denken, wie sie brannte. Aber es kamen ihr noch andere Gedanken; sie hatte vieles gesehen, vieles beleuchtet, vielleicht ebensoviel wie der 'hochlöbliche Rat', aber das sagte sie nicht, denn sie war eine alte, ehrliche Laterne, sie wollte niemand erzürnen, am wenigsten ihre Obrigkeit. Es fiel ihr vieles ein, und mitunter flackerte die Flamme in ihr auf, es war, als ob ein Gefühl ihr sagte: 'Ja, man wird sich auch meiner erinnern!' So war da der hübsche, junge Mann – ja, das ist viele Jahre her; er kam mit einem Briefe, der war auf rosenrotem Papier, fein und mit goldenem Schnitt, er war niedlich geschrieben, es war eine Damenhand.

Er las ihn zweimal und küßte ihn und blickte mit seinen beiden Augen zu mir empor und sagte: "Ich bin der glücklichste Mensch!" – Nur er und ich wußten, was im ersten Brief von der Geliebten stand. – lch entsinne mich auch zweier anderer Augen; es ist merkwürdig, wie man mit den Gedanken springen kann! – Hier in der Straße fand ein prächtiges Begräbnis statt, die junge, hübsche Frau lag im Sarge auf dem mit Samt überzogenen Leichenwagen. Da prangten so viele Blumen und Kränze, da leuchteten so viele Fackeln, daß ich dabei ganz verschwand. Der ganze Bürgersteig war mit Menschen angefüllt, sie folgten alle dem Leichenzug, als aber die Fackeln verschwunden waren und ich mich umsah, stand hier noch einer am Pfahl und weinte, ich vergesse nie die beiden Augen voll Trauer, die gegen mich aufblickten!

Viele Gedanken durchkreuzten so die alte Straßenlaterne, die an diesem Abend zum letztenmal leuchtete. Die Schildwache, die abgelöst wird, kennt doch ihren Nachfolger und kann ihm ein paar Worte sagen, aber die Laterne kannte den ihrigen nicht, und doch hätte sie ihm einen oder den andern Wink über Regen und Schnee, wie weit der Mondschein auf dem Bürgersteig gehe und von welcher Seite der Wind blies, geben können.

Auf dem Rinnsteinbrette standen drei, die sich der Laterne vorgestellt hatten, indem sie glaubten, daß diese es sei, die das Amt zu vergeben habe. Der eine davon war ein Heringskopf, denn auch ein solcher leuchtet im Dunkeln, und daher meinte er, es würde eine große Ölersparnis sein, wenn er auf den Laternenpfahl käme. Der zweite war ein Stück faulen Holzes, das auch leuchtete, und überdies war es das letzte Stück von einem Baume, der einst die Zierde des Waldes gewesen war. Der dritte war ein Johanniswurm. Woher der gekommen, begriff die Laterne nicht, aber der Wurm war da und leuchtete auch. Aber das faule Holz und der Heringskopf beschworen, daß er nur zu gewissen Zeiten leuchte und daß er deshalb nie berücksichtigt werden könne.

Die alte Laterne sagte, daß keiner von ihnen genug leuchte, um Straßenlaterne zu sein, aber das glaubte nun keiner von ihnen, und als sie hörten, daß die Laterne selbst die Anstellung nicht zu vergeben habe, so sagten sie, daß das höchst erfreulich sei, denn sie sei schon gar zu hinfällig, um noch wählen zu können.

Gleichzeitig kam der Wind von der Straßenecke, er sauste durch den Schornstein der alten Laterne. "Was höre ich!" sagte er zu ihr, "du willst morgen fort? Ist dieses der letzte Abend, an dem ich dich hier treffe? Ja, dann mache ich dir ein Geschenk; nun erfrische ich deinen Verstandeskasten, so daß du klar und deutlich dich nicht allein dessen entsinnen kannst, was du gehört und gesehen hast, sondern wenn etwas in deiner Gegenwart erzählt oder gelesen wird, so sollst du so hellsehend sein, daß du alles auch siehst!"

"Das ist viel!" sagte die alte Straßenlaterne, "meinen besten Dank! Wenn ich nur nicht umgegossen werde!"

"Das geschieht noch nicht!" sagte der Wind, "und nun erfrische ich dir dein Gedächtnis. Kannst du mehr derartige Geschenke erhalten, so wirst du ein recht frohes Alter haben!"

"Wenn ich nur nicht umgeschmolzen werde!" sagte die Laterne, "Oder kannst du mir dann auch das Gedächtnis sichern?"

"Alte Laterne, sei vernünftig!" sagte der Wind, und dann wehte er. Gleichzeitig kam der Mond hervor.

"Was geben Sie?" fragte der Wind.

"Ich gebe gar nichts!" sagte dieser, "ich bin ja am Abnehmen, und die Laternen haben mir nie, sondern ich habe den Laternen geleuchtet." Darauf ging der Mond wieder hinter die Wolken, denn er mochte sich nicht quälen lassen. Da fiel ein Wassertropfen wie von einer Dachtraufe gerade auf den Schornstein, aber der Tropfen sagte, er komme aus den grauen Wolken und sei auch ein Geschenk, vielleicht das allerbeste. "Ich durchdringe dich so, daß du die Fähigkeit erhältst, in einer Nacht, wenn du es wünschest, dich in Rost zu verwandeln, so daß du ganz zusammenfällst und zu Staub wirst." Aber der Laterne schien das ein schlechtes Geschenk zu sein, und der Wind meinte es auch. "Gibt es nichts Besseres, gibt es nichts Besseres?" blies er, so laut er konnte; da fiel eine glänzende Sternschnuppe, sie leuchtete in einem langen Streifen.

"Was war das?" rief der Heringskopf. "Fiel da nicht ein Stein gerade herab? Ich glaube, er fuhr in die Laterne! – Nun, wird das Amt auch von so Hochstehenden gesucht, dann können wir uns zur Ruhe begeben!" Und das tat er und die andern mit. Aber die alte Laterne leuchtete auf einmal wunderbar stark. "Das war ein herrliches Geschenk!" sagte sie. "Die klaren Sterne, über die ich mich immer so sehr gefreut habe und die so herrlich scheinen, wie ich eigentlich nie habe leuchten können, obgleich es mein ganzes Streben und Trachten war, haben mich arme Laterne beachtet! Sie schickten mir einen davon mit einem Geschenk herab, das in der Fähigkeit besteht, daß alles, dessen ich mich entsinne und das ich recht deutlich erblicken auch von denjenigen gesehen werden kann, die ich liebe. Das ist erst das wahre Vergnügen, denn wenn man es nicht mit andern teilen kann, so ist es nur eine halbe Freude!"

"Das ist recht ehrenwert gedacht!" sagte der Wind, "aber du weißt noch nicht, daß dazu Wachslichter gehören. Wenn nicht ein Wachslicht in dir angezündet wird, kann keiner der andern etwas bei dir erblicken. Das haben die Sterne nicht gedacht, sie glauben, daß alles, was leuchtet, wenigstens ein Wachslicht in sich hat. Aber jetzt bin ich müde," sagte der Wind, "nun will ich mich legen!"

Und dann legte er sich.

Am folgenden Tage - ja, den folgenden Tag können wir überspringen – am folgenden Abend lag die Laterne im Lehnstuhl, und wo? – Bei dem alten Wächter. Vom hochlöblichen Rat hatte er sich für seine langen, treuen Dienste erbeten, die alte Laterne behalten zu dürfen. Sie lachten über ihn, und dann ließen sie ihm den Willen, und dann lag die Laterne im Lehnstuhl dicht bei dem warmen Ofen. Es war, als ob sie dadurch größer geworden wäre, sie füllte fast den ganzen Stuhl aus. Die alten Leute saßen schon beim Abendbrot und warfen der alten Laterne, der sie gern einen Platz am Tische eingeräumt hätten, freundliche Blicke zu.

Sie wohnten zwar in einem Keller, zwei Ellen tief unter der Erde, man mußte über einen gepflasterten Flur, um zur Stube zu gelangen, aber warm war es darin, denn sie hatten Tuchleisten um die Tür genagelt. Rein und niedlich sah es hier aus, Vorhänge um die Bettstellen und über den kleinen Fenstern, wo da oben auf dem Fensterbrette zwei sonderbare Blumentöpfe standen. Der Matrose Christian hatte sie von Ost- und Westindien mit nach Hause gebracht; es waren zwei Elefanten von Ton, denen der Rücken fehlte, aber an dessen Stelle wuchsen aus der Erde, die hineingelegt war, in dem einen der schönste Schnittlauch, das war der Küchengarten der alten Leute, und in dem anderen ein großes, blühendes Geranium, das war ihr Blumengarten.

An der Wand hing ein großes, buntes Bild, 'Die Fürstenversammlung zu Wien', da besaßen sie alle Kaiser und Könige auf einmal! Eine Schwarzwälder Uhr mit den schweren Bleigewichten 'tick-tack!' ging immer zu schnell; aber das sei besser, als wenn sie zu langsam ginge, meinten die alten Leute. Sie verzehrten ihr Abendbrot, und die alte Straßenlaterne lag, wie gesagt, im Lehnstuhl dicht bei dem warmen Ofen. Der Laterne kam es vor, als wäre die ganze Welt umgekehrt.

Als aber der Wächter sie anblickte und davon sprach, was sie beide miteinander erlebt hatten in Regen und Schneegestöber, in den hellen, kurzen Sommernächten und wenn der Schnee trieb, so daß es ihm wohltat, wieder in den Keller zu gelangen, da war für die alte Laterne wieder alles in Ordnung, denn wovon er sprach, das erblickte sie, als ob es noch immer da wäre. Ja, der Wind hatte sie inwendig wahrlich gut erleuchtet.

Sie waren fleißig und flink, die alten Leute, keine Stunde waren sie untätig. Am Sonntagnachmittag kam das eine oder andere Buch zum Vorschein, gewöhnlich eine Reisebeschreibung, und der alte Mann las laut von Afrika, von den großen Wäldern und Elefanten, die da wild umherliefen, und die alte Frau horchte auf und blickte dann verstohlen nach den Tonelefanten hin, die Blumentöpfe waren!

"Ich kann es mir beinahe denken!" sagte sie. Die Laterne wünschte dann sehnlichst, daß ein Wachslicht da wäre, damit es angezündet werde und in ihr brenne, dann sollte die Frau alles genau so sehen, wie die Laterne es erblickte, die hohen Bäume, die dicht ineinander verschlungenen Zweige, die schwarzen Menschen zu Pferde und ganze Scharen von Elefanten, die mit ihren breiten Füßen Rohr und Büsche zerrnalmten.

"Was helfen mir alle meine Fähigkeiten, wenn kein Wachslicht da ist!" seufzte die Laterne, "Sie haben nur Öl und Talglichte, und das ist nicht genug!"

Eines Tages kam ein ganzer Bund Wachslichtstückchen in den Keller, die größten Stücke wurden gebrannt, und die kleineren brauchte die alte Frau, um ihren Zwirn damit zu wachsen, wenn sie nähte. Wachslicht war nun da, aber es fiel den beiden Alten nicht ein, davon ein Stück in die Laterne zu setzen.

"Hier stehe ich mit meinen seltenen Fähigkeiten!" sagte die Laterne; "ich habe alles in mir, aber ich kann es nicht mit ihnen teilen. Sie wissen nicht, daß ich die weißen Wände in die schönsten Tapeten, in reiche Wälder, in alles, was sie sich wünschen wollen, verwandeln kann! – Sie wissen es nicht!"

Die Laterne stand übrigens gescheuert und sauber in einem Winkel, wo sie jederzeit in die Augen fiel; die Leute sagten zwar, daß es nur ein altes Gerümpel sei, aber daran kehrten sich die Alten nicht, sie liebten die Laterne.

Eines Tages, es war des alten Wächters Geburtstag, kam die alte Frau zur Laterne hin, lächelte und sagte: "lch will die Stube heute für ihn glänzend beleuchten!" Und die Laterne knarrte im Schornstein, denn sie dachte: 'Jetzt wird ihnen ein Licht aufgehen!' Aber da kam Öl und kein Wachslicht, sie brannte den ganzen Abend, wußte aber nun, daß die Gabe der Sterne, die beste Gabe von allen, für dieses Leben ein toter Schatz bleiben werde.

Da träumte sie – und wenn man solche Fähigkeiten hat, kann man wohl träumen –, daß sie selbst zum Eisengießer gekommen und umgeschmolzen werden sollte. Sie war ebenso in Furcht, als da sie auf das Rathaus kommen und von dem 'hochlöblichen Rat' beurteilt werden sollte; aber obgleich sie die Fähigkeit besaß, in Rost und Staub zu zerfallen, sobald sie es wünschte, so tat sie das doch nicht, und dann kam sie in den Schmelzofen und wurde zum schönsten eisernen Leuchter, in den man ein Wachslicht stellt; er hatte die Form eines Engels, der einen Blumenstrauß trug. Mitten in den Strauß wurde das Wachslicht gestellt, und der Leuchter erhielt seinen Platz auf einem grünen Schreibtisch. Das Zimmer war behaglich, da standen viele Bücher, da hingen herrliche Bilder, es war die Wohnung eines Dichters, und alles, was er sagte und schrieb, zeigte sich ringsherum. Das Zimmer wurde zu tiefen, dunklen Wäldern, zu sonnenbeleuchteten Wiesen, wo der Storch umherstolzierte, und zum Schiffsverdeck hoch auf dem wogenden Meere!

"Welche Fähigkeiten besitze ich!" sagte die alte Laterne, indem sie erwachte. "Fast möchte ich mich danach sehnen, umgeschmolzen zu werden! – Doch nein, das darf nicht geschehen, solange die alten Leute leben! Sie lieben mich meiner Person wegen! Ich bin ihnen ja an Kindes Statt, sie haben mich gescheuert und haben mir Öl gegeben; und ich habe es ebenso gut wie das Bild, das doch so etwas Vornehmes ist!" Von dieser Zeit an hatte sie mehr innere Ruhe, und das verdiente die ehrliche, alte Straßenlaterne.
Har du hørt historien om den gamle gadelygte? Den er slet ikke så overordentlig morsom, men man kan altid høre den én gang. Det var sådan en skikkelig gammel gadelygte, som i mange, mange år havde gjort tjeneste, men nu skulle kasseres. Det var den sidste aften, den sad på pælen og lyste der i gaden, og den var til mode ligesom en gammel balletfigurantinde, som danser den sidste aften og ved at i morgen skal hun på loftet. Lygten havde sådan en skræk for den dag i morgen, thi da vidste den, at den skulle på rådstuen for første gang og synes af stadens "seksogtredve mænd," om den var brugelig eller ikke brugelig. Da ville det blive bestemt om den skulle sendes ud på en af broerne og lyse der, eller på landet i en fabrik, måske gik den lige til en jernstøber og blev smeltet om, da kunne den jo rigtignok blive til alting, men det pinte den, at den ikke vidste om den da beholdt erindringen om, at den havde været gadelygte. - Hvorledes det gik eller ikke, den ville blive skilt fra vægteren og hans kone, hvem den betragtede ganske som sin familie. Den blev lygte da han blev vægter. Konen var den gang fin på det, kun om aftnen når hun gik forbi lygten så hun til den, men aldrig om dagen. Nu derimod, i de sidste år, da de alle tre var blevet gamle, vægteren, konen og lygten, havde konen også plejet den, pudset lampen af og skænket tran i den. Ærlige folk var det ægtepar, de havde ikke bedraget lygten for en dråbe. Det var den sidste aften i gaden og i morgen skulle den på rådstuen, det var to mørke tanker for lygten, og så kan man nok vide hvorledes den brændte. Men der gik også andre tanker igennem den; der var så meget, den havde set, så meget, den havde lyst til, måske lige så meget som "de seksogtredve mænd," men det sagde den ikke, for det var en skikkelig gammel lygte, den ville ingen fornærme, allermindst sin øvrighed. Den huskede så meget, og imellem blussede flammen op inde i den, det var som havde den en følelse af: "Ja, man husker også mig! der var nu den smukke unge mand, - ja, det er mange år siden! han kom med et brev, det var på rosenrødt papir, så fint, så fint og med guldkant, det var så nydeligt skrevet, det var en damehånd; han læste det to gange og han kyssede det og han så op til mig med sine to øjne, de sagde 'jeg er det lykkeligste menneske!' - ja kun han og jeg vidste hvad der stod i det første brev fra kæresten. - Jeg husker også to andre øjne, det er underligt hvor man kan springe med tankerne! her i gaden var en prægtig begravelse, den unge smukke frue lå i ligkisten på den fløjlsligvogn, der var så mange blomster og kranse, der lyste så mange fakler, at jeg blev rent borte ved det; hele fortovet var fuldt med mennesker, de fulgte alle med ligtoget, men da faklerne var af syne og jeg så mig omkring, stod her endnu en ved pælen og græd, jeg glemmer aldrig de to sorgens øjne, der så ind i mig!" - Sådan gik der mange tanker gennem den gamle gadelygte, som i aften lyste for sidste gang. Skildvagten, som løses af, ved dog sin efterfølger, og kan sige ham et par ord, men lygten vidste ikke sin og den kunne dog givet ham et og andet vink, om regn og rusk, om hvorvidt måneskinnet gik på fortovet og fra hvad kant vinden blæste.

På rendestensbrættet stod tre, som havde fremstillet sig for lygten, idet de troede at det var den, som gav embedet bort; den ene af disse var et sildehoved, for det lyser i mørke, og det mente at det kunne jo være en sand tranbesparelse, om det kom på lygtepælen. Den anden var et stykke trøske, der også skinner, og altid mere end en klipfisk, det sagde den selv, desuden var den det sidste stykke af et træ, som engang havde været en pragt for skoven. Den tredje var en sankthansorm; hvor den var kommet fra, begreb lygten ikke, men ormen var der og lyste gjorde den også, men trøsken og sildehovedet gav ed på, at det var kun til visse tider, den lyste, og at den derfor aldrig kunne tages i betragtning.

Den gamle lygte sagde at ingen af dem lyste nok til at være gadelygte, men det troede nu ingen af dem, og da de hørte at lygten selv ikke gav embedet bort, sagde de, at det var meget glædeligt, thi den var da også alt for affældig til at den kunne vælge.

I det samme kom vinden fra gadehjørnet, den susede gennem røghætten på den gamle lygte, og sagde til den: "Hvad er det for noget, jeg hører, vil du bort i morgen? Er det den sidste aften jeg skal træffe dig her? Ja så skal du have en present! nu lufter jeg op i din hjernekasse, så at du klart og tydeligt ikke alene skal kunne huske hvad du har hørt og set, men når der fortælles eller læses noget i din nærværelse, skal du være så klarhovedet, at du også ser det!"

"Ja det er grumme meget!" sagde den gamle gadelygte, "mange tak! bliver jeg bare ikke støbt om!"

"Det sker ikke endnu!" sagde vinden, "og nu blæser jeg din hukommelse op; kan du få flere presenter som den, så kan du have en ganske fornøjelig alderdom!"

"Bliver jeg kun ikke støbt om!" sagde lygten, "eller kan du da også sikre mig hukommelsen?" -

"Gamle lygte, vær fornuftig!" sagde vinden, og så blæste den. - i det samme kom Månen frem. "Hvad giver De?" spurgte vinden.

"Jeg giver ingen ting!" sagde den, "jeg er jo i aftagende, og lygterne har aldrig lyst for mig, men jeg har lyst for lygterne." Og så gik Månen bag ved skyerne igen, for den ville ikke plages. Da faldt lige på røghætten en vanddråbe, den var som et tagdryp, men dråben sagde, den kom fra de grå skyer og var også en present, og måske den allerbedste. Jeg trænger ind i dig, så at du får den evne, at du i en nat, når du ønsker dig det, kan gå over i rust, så du falder helt sammen og bliver til et støv. Men det syntes lygten var en dårlig present og vinden syntes det samme; "Er der ingen bedre, er der ingen bedre?" blæste den så højt den kunne; da faldt et skinnende stjerneskud, det lyste i en lang stribe.

"Hvad var det?" råbte sildehovedet, "faldt der ikke en stjerne lige ned? jeg tror den gik i lygten! - Nå, søges embedet også af så højtstående, så kan vi gå at lægge os!" og det gjorde det, og de andre med; men den gamle lygte lyste med et så forunderligt stærkt: "Det var en dejlig present!" sagde den. "De klare stjerner, som jeg altid har fornøjet mig så meget over, og som skinner så dejlige, som jeg egentlig aldrig har kunnet skinne, skønt det var min hele stræben og tragten, de har lagt mærke til mig fattige gamle lygte og sendt en ned med en present til mig, der består i den evne, at alt hvad jeg selv husker og ser rigtig tydeligt, skal også kunne ses af dem, jeg holder af! og det er først den sande fornøjelse, for når man ikke kan dele den med andre, så er den kun en halv glæde!"

"Det er meget agtværdigt tænkt!" sagde vinden, "men du ved nok ikke at der hører vokslys til. Uden at der bliver tændt et vokslys inden i dig, er der ingen af de andre, der kan se noget ved dig. Det har stjernerne ikke betænkt, de tror nu at alt hvad der skinner, har i det mindste et vokslys i sig. Men nu er jeg træt"! sagde vinden, "nu vil jeg lægge mig!" og så lagde den sig.

Næste dag – – ja næste dag kan vi springe over; næste aften så lå lygten i lænestol, og hvor -? Hos den gamle vægter. Han havde af "de seksogtredve mænd" udbedt sig for sin lange tro tjeneste, at måtte beholde den gamle lygte; de lo af ham da han bad og så gav de ham den, og nu lå lygten i lænestol tæt ved den varme kakkelovn, og det var ordentligt ligesom den var blevet større derved, den fyldte næsten hele stolen. Og de gamle folk sad alt ved aftensmaden og kastede milde øjne hen til den gamle lygte, som de gerne havde givet plads ved bordet med. Det var jo rigtignok i en kælder de boede, to alen nede i jorden; man måtte gennem en brolagt forstue for at komme ind i stuen, men lunt var her, for der var klædeslister for døren; rent og net så her ud; gardiner om sengestedet, og over de små vinduer, hvor der oppe på karmene stod to underlige urtepotter; matros Christian havde bragt dem hjem fra Ostindien eller Vestindien, det var af lertøj to elefanter, hvis ryg manglede, men i dennes sted blomstrede der ud af jorden, som var lagt deri, i den ene af den dejligste purløg, det var de gamle folks køkkenhave, og i den anden en stor blomstrende geranie, der var deres blomsterhave. På væggen hang et stort kulørt billede, med "Kongressen i Wien," der havde de alle konger og kejsere på engang! - Et bornholmsk ur med tunge blylodder gik "tik! tak!" og altid for gesvindt, men det var bedre end at det skulle gå for langsomt, sagde de gamle folk. De spiste deres aftensmad, og den gamle gadelygte lå som sagt i lænestolen tæt ved den varme kakkelovn. Det var for lygten, som om der var vendt op og ned på hele verden. - Men da den gamle vægter så på den og talte om hvad de to havde oplevet med hinanden, i regn og i rusk, i de klare, korte sommernætter og når sneen fygede så det var godt at komme i kælderskuret, da var alt igen i orden for den gamle lygte, den så det, som om det var endnu, jo, vinden havde rigtignok godt lyst op inde i den. -

De var så flittige og så flinke, de gamle folk, ingen time blev rent døset hen; søndag eftermiddag kom der en eller anden bog frem, helst en rejsebeskrivelse, og den gamle mand læste højt om Afrika, om de store skove og elefanterne, som der gik vilde omkring, og den gamle kone hørte sådan efter og skottede så hen til ler-elefanterne der var urtepotter! - "Jeg kan næsten tænke mig det!" sagde hun. Og lygten ønskede så inderligt at der var et vokslys at tænde og sætte inden i den, så skulle hun grangivelig se alt, således som lygten så det, de høje træer, de tætte grene slyngede i hverandre, de nøgne sorte mennesker til hest og hele skarer af elefanter, som med deres brede fødder knuste rør og buske.

"Hvad kan alle mine evner hjælpe, når der ingen vokslys er!" sukkede lygten, "de har kun tran og tællelys, og det er ikke nok!" -

En dag kom der et helt bundt vokslysstumper i kælderen, de største stykker blev brændt og de mindre brugte den gamle kone til at vokse sin tråd med når hun syede; vokslys var der, men de faldt ikke på at sætte et lille stykke i lygten.

"Her står jeg med mine sjældne evner!" sagde lygten, "jeg har alt indeni mig, men jeg kan ikke dele med dem! De ved ikke, at jeg kan forvandle de hvide vægge til de dejligste tapeter, til rige skove, til alt hvad de vil ønske sig! - De ved det ikke!"

Lygten stod i øvrigt skuret og net i en krog hvor den altid faldt i øjnene; folk sagde rigtig nok at den var et skrummel, men det brød de gamle sig ikke om, de holdt af lygten.

En dag, det var den gamle vægters fødselsdag, kom den gamle kone hen til lygten, smilede så småt og sagde: "Jeg vil illuminere for ham!" og lygten knagede i blikhætten, thi den tænkte: "Nu går lyset op for dem!" men der kom tran og ingen vokslys, den brændte hele aftnen, men vidste nu at den gave, stjernerne havde givet den, den bedste gave af alle, blev en død skat for dette liv. Da drømte den, - og når man har slige evner, kan man nok drømme, - at de gamle folk var døde, og at den selv var kommet til en jernstøber og skulle smeltes om, den var lige så angst som da den skulle på rådstuen og synes af de "seksogtredve mænd," men skønt den havde evnen at kunne falde sammen i rust og støv, når den ønskede sig det, så gjorde den det dog ikke, og så kom den i smelteovnen, og blev til den dejligste jernlysestage, hvori nogen ville sætte et vokslys; den havde form af en engel, der bar en buket og midt i buketten blev vokslyset sat og stagen fik plads på et grønt skrivebord, og værelset var så hyggeligt, der stod mange bøger, der hang dejlige billeder, det var hos en digter, og alt hvad han tænkte og skrev, det rullede op rundt omkring, stuen blev til dybe mørke skove, til solbelyste enge, hvor storken gik og spankede, og til skibsdækket højt på det svulmende hav! -

"Hvilke evner jeg har!" sagde den gamle lygte idet den vågnede. "Næsten kunne jeg længes efter at smeltes om! - dog nej, det må ikke ske så længe de gamle folk lever! De holder af mig for min persons skyld! Jeg er dem jo, som i barns sted og de har skuret mig og de har givet mig tran! og jeg har det lige så godt, som 'Kongressen', der er sådant noget fornemt noget!"

Og fra den tid havde den mere indvortes ro, og det fortjente den skikkelige gamle gadelygte.




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